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Die Ernährungsberatung – Auch in Apotheken möglich

JerzyGorecki – pixabay.com © JerzyGorecki – pixabay.com

Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung beugt Krankheiten vor und kann bei bestehenden Beschwerden zur Linderung beitragen. Angesichts eines teilweise hohen Stresslevels gelingt es vielen Menschen nicht ihren Speiseplan gesundheitsfördernd zu gestalten oder dahingehend nach aussagekräftigen Informationen zu recherchieren. Apotheken können eine attraktive Anlaufstelle für die Ernährungsberatung darstellen und über die herkömmliche Arzneimittelversorgung hinaus beraten. Worauf Sie bei der Auswahl der Apotheker achten sollten und in welchen Fragen diese weiterhelfen können, lesen Sie hier.

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Angebotsspektrum und Zusatzqualifikation

Um Kunden in Sachen Gesundheitsförderung und Prävention zu beraten, nehmen immer mehr Apotheker an Bereichsweiterbildungen teil. Währenddessen erhalten Fachkräfte beispielsweise detailliertes Wissen zu Fehl- und Mangelernährung, ernährungsbedingten Beschwerden und sinnvollen Präventivmaßnahmen. Wer die Wahl hat, sollte für eine kompetente Beratung einen Apotheker mit der Zusatzqualifikation Ernährungsberater aufsuchen. Ist eine ernährungsmedizinische Beratung möglich, erhalten Patienten diese auf Wunsch in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt. Dies ist unter anderem bei Krankheiten wie Krebs, Bluthochdruck oder Diabetes Mellitus empfehlenswert, wo Menschen auf Hilfe rundum die Ernährung angewiesen sind.

Das Angebotsspektrum der Apotheken hinsichtlich ernährungsmedizinischer Leistungen kann stark variieren. Während sich einige auf die Prävention und Behandlung von Übergewicht konzentrieren und anhand der Überprüfung von Cholesterin- und Blutzuckerwerten schnell erste Erkenntnisse liefern, ist das Leistungsportfolio anderorts deutlich umfangreicher. Die Ernährungsberatung in der Hohenzollern Apotheke in Münster, die online näher zum Thema aufklärt, reicht zum Beispiel von Allergien und Diabetes über entzündliche Darmerkrankungen bis hin zu Tumoren oder Zöliakie. Abhängig davon, welche Art von Beratung erforderlich ist, sollte der Ernährungsberater sorgfältig ausgewählt werden. Im Idealfall verfügt der Apotheker über umfassendes Fachwissen zum entsprechenden Teilbereich. Die Apothekerkammer Nordrhein beispielsweise präsentiert online die bequeme Suche nach spezialisierten Apothekern im Fachbereich Ernährung. Derartige Rechercheangebote erleichtern die Entscheidung und wurden von vielen Apothekenkammern eingerichtet.

 
Quelle: hamiltonpaviana (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Um die Zusatzqualifikation Ernährungsberatung zu erlangen, müssen Apotheker bei den zuständigen Apothekerkammern der Länder 100 Seminarstunden absolvieren und eine Prüfung ablegen. Schulungsteilnehmer erfahren, welche Ernährungsformen bei bestimmten Krankheitsbildern vorteilhaft und wie Fehl- und Mangelernährung zu vermeiden sind. Darüber hinaus wird den Apothekern vermitteln, wie sich Optimierungsstrategien zur individuellen Patientenernährung erarbeiten lassen, wie Analysen durchgeführt werden und was bei Gruppenberatungen wichtig ist. Anhand von inszenierten Beratungen müssen die Teilnehmer verschiedenste Diagnosedaten auswerten und passend dazu Lösungen entwickeln. Auch zur Ernährungspsychologie werden Apotheker geschult. Nach bestandener Prüfung können Ernährungsberater auch Sportler, Senioren und stillende Mütter mit ihren spezifischen Ernährungsbedürfnissen vertraut machen. Ein wesentlicher Bestandteil der Weiterbildung ist zudem das Erkennen der Grenzen der Beratungskompetenz. Wünscht beispielsweise ein Kunde mit einer klar erkennbaren Essstörung eine Beratung, ist er an einen fachkundigen Arzt zu verweisen, der in diesem Fall der bessere Ansprechpartner darstellt.

Auch völlig gesunde Menschen können von dem Apothekenangebot profitieren und sich über einen gesundheitsfördernden Speiseplan aufklären lassen. Ernährungsberater führen Ernährungsanalysen durch und geben fundierte Tipps für die tägliche Menüzusammenstellung. Eine ihrer Stärken liegt in der Informationsvermittlung.

Typische Themenbereiche in der Ernährungsberatung von Apotheken:

  • Übergewicht: Spätestens wenn der Body-Mass-Index, kurz BMI, die Grenze von 30 übersteigt, besteht Handlungsbedarf. Bei einem BMI über 30 wird von Adipositas gesprochen, also starkem Übergewicht, welches zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Besonders die Gefahr an Diabetes, Gelenkproblemen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden zu erkranken, ist deutlich erhöht. Ernährungsberater in Apotheken teilen Adipositas-Patienten Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung mit und Hilfestellungen zum dauerhaften Halten des persönlichen Wohlfühlgewichtes formulieren.
  • Verdauungsprobleme: Egal ob Durchfall, Verstopfung oder chronische Magenschmerzen: Beschwerden des Verdauungsapparates beeinträchtigen die Lebensqualität teilweise massiv. Welche Ursache hinter den Problemen steckt, ist für Betroffene oft lange Zeit unklar. In vielen Fällen ist eine ungünstige Ernährung schuld. Neben einem Mangel an Ballaststoffen sind ein Übermaß an Zucker oder Laktose mögliche Faktoren. Ernährungsberater in Apotheken führen eine Ernährungsanalyse durch und stellen anhand der Ergebnisse einen für den individuellen Bedarf optimierten Speiseplan zusammen. In unserer Ratgeberliste finden Sie zahlreiche Ratgeber rundum das Verdauungssystem, die Ihnen bei Fragen erste Antworten liefern. Darunter Informatives zum Reizdarm und verschiedenen Verdauungsstörungen.
  • Cholesterin: Wie entscheidend Cholesterin für die Gesundheit ist, wird oft unterschätzt. Dabei handelt es sich um einen lebensnotwendigen Bestandteil, der vom Organismus hergestellt und zusätzlich über Lebensmittel aufgenommen wird. Ein Überschuss an Cholesterin kann beispielsweise durch zu fettiges Essen oder einem Omega-3-Fettsäuren-Mangel ausgelöst werden. Die Folge eines zu hohen Cholesterinspiegels ist die Arterienverkalkung, welche wiederum bis zum Schlaganfall oder Herzinfarkt reicht. Um das zu vermeiden, ist der Cholesterinspiegel zu beobachten. Apotheker mit entsprechenden Fachkenntnissen kontrollieren den Wert und schlagen geeignete Gegenmaßnahmen vor. In Absprache mit dem behandelnden Arzt, lässt sich die Ernährung cholesterinsenkend gestalten.

Diese und viele weitere Beratungstätigkeiten werden von Apothekern mit Bezeichnung Ernährungsberater angeboten und können sowohl gesunden Kunden als auch Patienten mit chronischen Beschwerden zugutekommen. Bei der Wahl der Apotheke sollten sich Kunden nicht scheuen und nach der entsprechenden Weiterbildung des Beraters fragen. Schließlich geht es um die eigene Gesundheit und da sind Kompromisse fehl am Platz.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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