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Parkinson: Diabetes-Medikament könnte bremsen

Jens Goetzke/pixelio.de © Jens Goetzke/pixelio.de

Erste Tests mit Exenatid lassen auf mehr als Symptomlinderung hoffen

Ein Medikament, das häufig zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird, könnte das Fortschreiten bei Parkinson verlangsamen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie unter der Leitung des University College London https://www.ucl.ac.uk/gekommen. Patienten, die sich ein Jahr lang eine Injektion mit Exenatid verabreichten, schnitten bei motorischen Tests besser ab als jene mit einem Blindpräparat. Damit ist der Weg für eine weitere Erforschung von Exenatid für diesen Einsatzbereich frei. Laut Forschungsleiter Tom Foltynie sind diese Studienergebnisse sehr vielversprechend, da das Medikament wirklich den Verlauf der Krankheit beeinflussen könnte und nicht nur Symptome lindern. Bei bisherigen Therapien schreite die Krankheit trotz Behandlung weiter voran.

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Motorik verbessert sich

Das Team begleitete 60 Parkinson-Patienten im National Hospital for Neurology and Neurosurgery. Sie erhielten zusätzlich zu ihrer normalen Medikation entweder 48 Wochen lang die Injektionen mit Exenatid oder ein Blindpräparat. Nach 48 Wochen hatten sich mit dem Medikament die motorischen Funktionen verbessert. Diese Wirkung hielt auch in den folgenden zwölf Wochen an. Beim Blindpräparat zeigte sich bei Tests nach 48 und 60 Wochen eine Verschlechterung der motorischen Fähigkeiten. Im Durchschnitt handelte es sich um 4 Punkte auf einer 132-Punkte-Skala in Bereichen wie Zittern, Beweglichkeit und Sprechen. Dieser Wert wurde als statistisch signifikant angesehen.

Weitere Studien geplant

Die Teilnehmer berichteten während der Testphase von keinen wahrnehmbaren Verbesserungen ihrer Symptome, die über die Wirkung der Standardmedikation hinausging. Es wurden Tests bei einem zeitweiligen Absetzen durchgeführt, um festzustellen, wie die Krankheit selbst fortschritt. Die Studie bestimmte jedoch nicht eindeutig, ob das Medikament die Krankheit selbst veränderte. Weitere Studien in diesem Bereich sind bereits geplant. Laut Foltynie handelt es sich um die deutlichsten bisherigen Hinweise, dass ein Medikament mehr leisten kann als die Symptome von Parkinson zu lindern. Die Forschungsergebnisse wurden in "The Lancet" http://www.thelancet.com/veröffentlicht. Die Finanzierung erfolgte über die Michael J. Fox Foundation for Parkinson's Research https://www.michaeljfox.org/ ..

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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