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Tief einatmen, bitte! Was unsere Nase alles kann

pixabay.com/WerbeFabrik © pixabay.com/WerbeFabrik

Unsere Nase ist ein wahres Multitalent. Dank ihr riechen wir nicht nur, wie gut der Blumenstrauß duftet, sondern können Essbares von Verdorbenen unterscheiden oder werden vor gefährlichen Substanzen wie giftigen Gasen gewarnt. Aber das Sinnesorgan Nase hat noch weitere Aufgaben. Welche das sind, erfahren Sie hier.

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Die Nase: Identischer Aufbau

Die äußere Nase, das heißt der Teil, der sichtbar die Mitte unserer Gesichter ziert, besteht aus zwei Teilen, die durch Bindegewebe miteinander verbunden sind:

  • einem knöchernen Nasengerüst (sogenannte Nasenpyramide) und
  • einem knorpeligen Teil

Etwas komplexer wird es beim Aufbau der inneren Nase: Zwischen den beiden Nasenlöchern befindet sich die Nasenscheidewand, die die Nasenhöhle in zwei Kammern trennt. Beide Hälften bestehen aus einem Nasenvorhof, der mit Haaren und Talgdrüsen ausgekleidet ist, sowie einer Nasenhaupthöhle, die wiederum an den Nasenrachenraum anschließt.

An den Seitenwänden beider Nasenhaupthöhlen sitzen jeweils drei Nasenmuscheln, also drei mit einer Schleimhaut überzogene Knochenlamellen. Die Nasenmuscheln unterteilen die Nase somit in drei Nasengänge, wobei die unteren beiden mit Flimmerhärchen besetzt sind. Das sind keine Härchen im herkömmlichen Sinne, sondern frei bewegliche Zellfortsätze. Wer mehr über den Aufbau der Nase wissen möchte, kann auf dem Nasen-Ratgeber nachlesen, abzurufen unter der Adresse http://www.nasen-ratgeber.de.

Funktionen der Nase: Wozu der Riechzinken gut ist

Erster Gedanke, der einem in den Kopf schießt: Na klar, die Nase braucht man zum Atmen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Funktionen der Nase.

Die Nase als Riechorgan

Bevor die eingeatmete Luft im Rachenraum und schließlich in den unteren Atemwegen ankommt, passiert sie den Nasenvorhof und die Nasenhaupthöhle. Den Flimmerhärchen sowie der Schleimhaut in der Nase kommen bei der Nasenatmung wichtige Aufgaben zuteil.

Die eingeatmete Luft wird durch sie

  • angewärmt (konstante Temperatur von 31 bis 34 Grad Celsius, unabhängig von den Außentemperaturen ),
  • angefeuchtet (Schleimhaut wird so vor dem Austrocknen bewahrt) und
  • gereinigt.

Die Flimmerhärchen fangen Schmutz und Krankheitserreger ab, die in Ihr Atmungssystem gelangen. Daher ist es besser, durch die Nase zu atmen als durch den Mund. Doch in manchen Situationen kommt man darum nicht herum, zum Beispiel wenn die Nase aufgrund eines Schnupfens und der damit verbundenen Sekretstauung verstopft ist.

Riechen und schmecken

Der Mensch kann circa 10.000 Gerüche unterscheiden. Aber eigentlich ist es nicht die Nase in ihrer Gesamtheit, mit der wir Gerüche wahrnehmen, sondern die Geruchszellen, die auf der Schleimhaut in den Nasenhöhlen zu finden sind. Wie funktioniert das Riechen nun genau?

Durch die Nasenlöcher gelangt die eingeatmete Luft samt der Geruchsstoffe zu den über zehn Millionen Riechsinneszellen im Naseninneren. Aus jeder dieser Zellen ragen feinste Zellfortsätze, sogenannte Zilien, heraus. Jede Zelle ist für einen ganz bestimmten Duftstoff zuständig, nicht jeder Duftstoff kann an jede Zelle binden. Erst, wenn ein Duftstoff an einen damit kompatiblen Zellfortsatz andockt, wird die Riechsinneszelle erregt und ein Nervenimpuls ausgelöst. Doch erst dann, wenn mehrere Sinneszellen desselben Dufttyps gleichzeitig erregt werden, ist das Signal stark genug, damit das Gehirn den Geruch wahrnehmen kann.

Das Sinnesorgan Nase ist aber auch für eine weitere Funktion wichtig: den Geschmackssinn. Ist die Nase zum Beispiel aufgrund eines Schnupfens verstopft, schmeckt man auch nicht mehr so gut, denn: Für die Erkennung fast aller Geschmacksempfindungen ist das Sinnesorgan Nase zuständig, nicht wie nach landläufiger Meinung die Zunge. Ein Beispiel: Während wir mit der Zunge zwar Geschmacksrichtungen wie „süß“ benennen können, erkennen die Riechrezeptoren der Nase, dass es sich dabei um die Süße einer Vanilleschote handelt.

Die Nase: Wichtig für Stimm- und Klangbildung

Auch wenn bei der Stimm- und Klangbildung hauptsächlich Stimmbänder (für die Bildung der Vokale) sowie Gaumen, Zunge, Zähne und Lippen (für die Bildung der Konsonanten) beteiligt sind, dient unsere Nase, ebenso wie die Nasennebenhöhlen, als Resonanzraum. Das ist wichtig, um dem Gesprochenen ausreichend Lautstärke und Volumen zu geben. Ist die Nase verstopft – zum Beispiel, wenn wir erkältet sind und das Atmen durch die Nase schwer fällt – macht sich das durch eine nasale Stimme bemerkbar, die höher klingt und schwerer zu verstehen ist.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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