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Mode und Macht: Kleidung beeinflusst die Psyche

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Mode und Macht: Kleidung beeinflusst die Psyche

Kleider machen bekanntlich Leute. In dieser Redewendung kommt zum Ausdruck, welchen enormen Einfluss Kleidung auf unsere Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung von uns durch andere ausübt. Der Zusammenhang zwischen Mode und Psyche ist sehr eng. Was wir tragen, kann unsere Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und beeinflusst uns selbst.

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Die manipulative Wirkung der Mode

Rote Kleider erregen Aufmerksamkeit, orangene Accessoires strahlen Optimismus und Lebensfreude aus und helfen bei Stress, blaue Blusen wirken besänftigend und fördern die Konzentration. Kleidung birgt ein enormes, oft unbewusstes Manipulationspotenzial, zum Beispiel durch die Wirkung der Farben oder den Stil. Kleidung erzeugt eine bestimmte Wirkung sowohl auf den Träger als auch auf seine Mitmenschen, prägt so ihr Verhalten und das Geschehen. Deshalb ist es den meisten Menschen nicht egal, was sie zu welchen Anlässen tragen und wie sie aussehen. Nur so konnte die Modeindustrie weltweit und durch alle Gesellschaftsschichten hindurch so unfassbar mächtig, vielseitig und bedeutend werden. Kleidung kann glücklich machen und das Selbstwertgefühl steigern. So versuchen sich viele beim „Frustshoppen“ über etwas hinwegzutrösten, sei es auch nur für einen Moment. Doch Mode hat auch ihre Schattenseiten. Wie gefährlich ihre enorme Macht für unser psychisches Wohlbefinden sein kann, zeigt sich darin, dass die Beschäftigung mit ihr nicht nur Spaß macht und uns besser fühlen lässt, sondern selbst zum Frust führen kann. Das passiert zum Beispiel, wenn Menschen sich die Kleidung, die sie gern tragen würden oder die von ihnen erwartet wird, entweder nicht leisten können, oder die verfügbaren Schnitte und Größen ihnen nicht passen? Die Folge ist im schlimmsten Fall soziale Ausgrenzung, die den Betroffenen enorm belastet.

Mode, Macht und Bodyshaming

Kleidung kann auch einen indirekten Einfluss auf die Psyche haben. An vielen Schulen herrscht ein Markenwahn, sodass es oft zu massiven Mobbingfällen von Schülern aufgrund ihres Äußeren kommt. Kein Wunder, dass immer wieder Debatten über die Einführung von Schuluniformen aufkommen. Für die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind solche Hänseleien grausam. Sie werden ausgeschlossen, haben weniger soziale Kontakte, werden sogar geschlagen und bedroht und verändern sich folglich. Die frühen Mobbingerfahrungen können ihre Persönlichkeit nachhaltig prägen. Viele früheren Mobbingopfer leiden deswegen auch im Erwachsenenalter an Depressionen. Menschen, die nicht dem gängigen Idealgewicht entsprechen, sind ebenfalls häufig Opfer von Mobbingattacken. Auch hier können die psychischen Folgen der sozialen Ausgrenzung gravierend sein, bis hin zu Depressionen und Essstörungen. Das betrifft nicht nur Schüler, sondern auch viele Erwachsene. Glücklicherweise ist „Bodyshaming“ ein in den Medien inzwischen sehr stark diskutiertes Thema, bei dem u. a. der Magerwahn in Frage gestellt wird. Außerdem haben sich einige Modemarken und -shops auf die Herstellung und den Verkauf von modischer Kleidung in großen Größen spezialisiert und tragen zur „Body Positivity“ bei. Sucht eine Frau mit etwas mehr Gewicht beispielsweise eine Jacke, wird sie sich bei einem Anbieter, der ausschließlich Kleidung ab Größe 40 führt, vermutlich wohler fühlen als in einem Geschäft, das überwiegend die Größen 36/38 verkauft und ihr signalisiert, sie sei übergewichtig.

Autor: wissen Gesundheit - Redaktion

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