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Blasenschwäche: Häufige Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Flickr Yoga class on a yoga retreat WeTravel CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
© Flickr Yoga class on a yoga retreat WeTravel CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Blasenschwäche ist oftmals ein Tabu. Dabei tritt dieses Phänomen alters- und geschlechtsunabhängig auf, bei Frauen etwas häufiger als bei Männern. Unter den rund 6 Millionen Menschen, die von einer schwachen Blase betroffen sind, befinden sich Schwangere, Frauen in den Wechseljahren ebenso wie Männer. Betroffene scheuen sich oft, ihren gewohnten Tätigkeiten nachzugehen, zu reisen oder sportlich aktiv zu sein. Dazu besteht aber kein Grund. Denn je nachdem, was die Ursache für die Blasenschwäche ist, können schon einfache Übungen und Hilfsmittel den Alltag erheblich erleichtern.

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Die Blase: Aufbau und Funktion

Die Harnblase liegt tief unten im Becken, im unteren Bereich der Bauchhöhle. Sie speichert den Urin, der von den Nieren über zwei Harnleiter einfließt. Damit sie den Harn aufnehmen kann, muss sie sich ausdehnen. Hierbei sind die Blasenmuskel entspannt und der Schließmuskel angespannt. Dies verhindert, dass der Urin nicht direkt über die Harnwege wieder abfließt. Bei manchen Menschen funktioniert dieser Vorgang nicht oder nur manchmal. Um zu untersuchen, was die Ursache für die Blasenschwäche ist, gibt es zahlreiche - gynäkologische und urologische - Untersuchungsmöglichkeiten. Die gängigste Methode ist eine Urinprobe. Anhand dieser lässt sich erkennen, ob eine bakterielle Infektion der Blase vorliegt.

Ursachen von Blasenschwäche

Schwangerschaft und Übergewicht

Ein geschwächter Beckenboden ist eine der häufigsten Ursachen von Blasenschwäche bei Frauen. Das Phänomen macht sich oft während und nach einer Schwangerschaft bemerkbar, aber auch die Wechseljahre und ein erhebliches Übergewicht erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Blasenschwäche. Vor allem die Geburt stellt eine deutliche Belastung für den Körper dar: Die Gebärmutter sinkt und drückt auf die Harnblase, deren Verschlussmechanismus dadurch beeinträchtigt werden kann. Auch nach der Geburt ist die Stütz- und Haltefunktion des weiblichen Beckenbodens noch stark beansprucht, was zu einer Blasenschwäche führen kann. Behandlung: Schon mit ein paar Minuten gezieltem Beckenbodentraining pro Tag lässt sich etwas dagegen tun. Zu den Übungen zählen spezielle Atemtechniken sowie leichte Yoga- und Pilates-Übungen, die für jedes Alter geeignet und unabhängig von der individuellen Kondition sind. In den Wechseljahren kann eine Hormonersatztherapie zum gewünschten Erfolg führen, bei Übergewicht eine Ernährungsumstellung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung.

Medizinische Ursachen

Die Beckenbodenmuskulatur steht in einem engen Zusammenhang mit der Fähigkeit, den Urin zu halten. Weniger bekannt ist, dass das Harnsystem auch vom menschlichen Nervensystem abhängt, um normal funktionieren zu können. Die Nerven übermitteln die Signale von der Blase zum Gehirn, um ihm mitzuteilen, dass die Blase voll ist. Das funktioniert auch umgekehrt: Das Nervensystem meldet der Beckenbodenmuskulatur zurück, ob sie angespannt oder entspannt werden muss. Deshalb können beispielsweise Parkinson, ein Schlaganfall, Diabetes, multiple Sklerose oder bestimmte Hirnverletzungen dazu führen, dass die Kontrolle über die Blase oder ihr vollständiges Entleeren nicht mehr gewährleistet ist. Behandlung: Die Therapie erfolgt je nach Erkrankung und nach Absprache mit dem Arzt. Menschen mit einer sensiblen Blase fühlen sich mit speziellen Slipeinlagen im Alltag oft sicherer. Nicht immer muss die Ursache körperlicher Natur sein: Auch der Toilettengang selbst kann eine Blasenschwäche auslösen. Wer zu selten auf die Toilette geht, schädigt seine Blase genauso wie jemand, der das stille Örtchen zu oft aufsucht. Letztlich hilft auch eine positive Grundeinstellung zum Leben. Wer sich selbst oft unter Druck setzt, hat auch öfter seelische und körperliche Beschwerden. Ob es Massagen, ein schmackhaftes und gesundes Abendessen, Yogaübungen für den Beckenboden oder Spaziergänge sind - sich selbst zu belohnen, kommt der Erholung und der Gesundheit zugute. 

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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