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Bewegung gegen Rückenschmerz

Jedes Gelenk verschleißt im Laufe der Jahre. Überbelastung fördert diesen natürlichen Prozess. Die größte Überbelastung fügen wir unserem Körper zu, wenn wir viel herumsitzen.
„Wer die meiste Zeit des Tages sitzt, schadet seinen Gelenken damit mehr, als derjenige, der viel Sport macht oder schwere körperliche Arbeit verrichtet“, erklärt Dr. Siegfried Götte, Orthopäde aus München. 
Deshalb haben sich die großen orthopädischen Fachgesellschaften und der Bundesverband Medizintechnik zusammengeschlossen, um als Initiative der „Bone and Joint Decade“ die bundesweit größte Aufklärungskampagne zu starten. Das Motto lautet: „Orthopädie bewegt“. Genauer gesagt, wollen die Mediziner jeden einzelnen von uns in Bewegung setzen.

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Dass Bewegung wichtig ist, gilt für die Knie genauso wie für die Hüfte oder für die vielen kleinen Gelenke in der Wirbelsäule. Warum ist das so? „Wäre ein Gelenk ein Türscharnier, dann wäre es jedem von uns klar, dass es regelmäßig geölt werden muss, damit es nicht quietscht. Ein menschliches Gelenk muss ebenfalls geschmiert werden.
Gelenkschmiere bildet sich allerdings nur, wenn das Gelenk bewegt wird“, sagt Dr. Götte. Auch für die Knorpelschicht im Gelenk, die verhindert, dass Knochen auf Knochen reibt, ist Bewegung wichtig. Denn damit bekommt die Knorpelschicht das Signal, wieder neue Knorpelzellen aufzubauen.

Jede Nichtbewegung verhindert also die Bildung von Knorpel und Gelenkschmiere. Zudem stört sie die Ernährung des Gelenks. Dadurch werden Enzyme freigesetzt, welche den Knorpel angreifen. So bildet sich der schmerzhafte Gelenkverschleiß, auch Arthrose genannt.

Die Überbelastung durch zuviel Sitzen betrifft nicht allein die Erwachsenen: Nahezu die Hälfte der Schulkinder leidet schon an Haltungsfehlern. Dies ist eine dramatische Zunahme innerhalb der letzten Jahrzehnte.

Haltungsfehler bei Kindern und Jugendlichen resultieren oft aus nicht körpergerechten Schulmöbeln, zu wenig Sport in Schule und zu viel Sitzen vorm Fernseher und Computer in der Freizeit. Bewegungsmangel zieht Muskelschwäche nach sich. Als Folge nehmen Haltungsschäden und behandlungsbedürftige Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane zu. Aber auch für Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Zuckerkrankheit wird durch Bewegungsmangel der Weg gebahnt.

„Ausgerechnet in der heutigen Zeit, in der Mobilität und Gesundheit einen so hohen Stellenwert besitzen, sind dies beängstigende Aussichten“, warnt Dr. Götte. Denn Bewegung ist etwas Natürliches. Daran sollten wir uns einfach wieder erinnern.
Autor: Beatrice Wagner, Stand: April 2004

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