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Gefährlich schöner Schein

Was wäre Silvester ohne die Silvesterknaller? Erst das richtige Krachen und Böllern ist doch eine angemessene Begrüßung für das neue Jahr!

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Dies ist aber sehr zum Leidwesen von Ohrenärzten und Unfallkliniken: Jedes Jahr erleiden zehn von 100.000 Einwohnern in Deutschland durch die Silvesterknallerei einen Hörschaden.
Denn oft genug gibt es Irrläufer, die nicht in die Höhe, sondern in die Vertikale schießen.

Zudem gilt es unter jungen Menschen immer noch als guten Scherz, einen Böller so zu zünden, dass er direkt neben dem Ohr eines anderen explodiert. Und so manche Feuerwerkskörper erreichen 130 bis 160 Dezibel, manchmal sogar mehr. Direkt neben dem Ohr ist das eindeutig zu viel.

Was dem Ohr dann passiert, ist ein sogenanntes Knalltrauma. Dabei gehen Sinneszellen kaputt, die im Innenohr liegen. Sie machen aus den Schwingungen elektrische Signale und leiten sie an den Hörnerv weiter.

Ein Knalltrauma zeichnet sich durch zwei Hauptanzeichen aus: Unmittelbar nach einem lauten Knall verspürt der Betroffene einen deutlichen Hörverlust. Gleichzeitig oder etwas später beginnt plötzlich ein Rauschen oder Pfeifen im Ohr. Die Konsequenzen: Eine Minderleistung des Hörvermögens.

Subjektiv wird das vielleicht noch nicht direkt wahrgenommen, obwohl der Akustiker oder der Ohrenarzt den Hörverlust schon nach einem einzigen Knalltrauma nachweisen kann. Spätestens dann aber, wenn die altersbedingte Abnahme des Hörvermögens dazukommt, sind die Einschränkungen dramatisch.

Das Gefährliche an den Knallen ist, dass sie fast immer unvermutet kommen. Es ist daher sehr schwer, sich vor ihnen zu schützen. Ein Knall kann in einer tausendstel Sekunde einen lebenslangen Hörschaden verursachen.

So hat man festgestellt, dass die Wirkung von lauter Musik auf das Ohr im Allgemeinen eher überschätzt wurde, während die Wirkung von Knallen meist eher unterschätzt wurde.

Fazit: Gehen Sie mit Ihrem Gehör bitte sorgsam um. Denken Sie nicht: einmal ist keinmal. Das stimmt in diesem Fall einfach nicht.

Achten Sie auch besonders darauf, dass Sie Ihre Kinder keinen Lärmbelastungen aussetzen. Silvesterknaller sind ebenso gefährlich wie laute Spielzeugpistolen. Das kindliche Gehör ist noch einmal um ein Vielfaches anfälliger für Hörschäden als das Erwachsener.

Achten Sie beim Kauf auch auf die Zulassungsnummer der Bundesanstalt für Materialprüfung, die BAM-Kennzeichnung. Fehlt sie, kann für den Anwender Lebensgefahr bestehen.

Mehr zum Hören, über Hörschäden und einen großen „Ohrstöpseltest“ können Sie in der neuen Jugendbroschüre „Ganz Ohr“ lesen. Die Broschüre ist auch für Erwachsene interessant. Herausgegeben wurde sie von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Hier kostenlos zum downloaden. Autor: Beatrice Wagner; Stand: 23.12.2004

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