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Neue Strahlentherapie gegen Prostatakrebs

Bislang war es so, dass bei Krebserkrankungen das befallene Organ in der Regel auch bestrahlt wurde.

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Die Intensität der Bestrahlung war in jedem Punkt gleich.
Allerdings gibt es aber kompliziert geformte Krebsgeschwulste, die in unmittelbarer Nähe von gesunden, zu schützenden Organen liegen. Hier ist die Bestrahlung mit gefahren verbunden.

Zwei Beispiele: Beim Prostatakrebs sollte nach Möglichkeit der gesunde Enddarm nicht mitbestrahlt werden, was aber in der Vergangenheit der Fall war mit den entsprechenden negativen Auswirkungen. Bei Krebsgeschwulsten in der Nähe der Wirbelsäule ist nach Möglichkeit auch das Rückenmark zu schonen. In beiden Fällen sind aber in der Vergangenheit die bisherigen Bestrahlungstechniken an ihre Grenzen gestoßen.

Was hat man gemacht? Die Krebsgeschwulste wurden unterdosiert bestrahlt, um Komplikationen an den Nachbarorganen zu vermeiden. Damit sank aber leider die Heilungschance des Patienten.

Durch die „intensitätsmodulierte Strahlentherapie“(IMRT) lässt sich jetzt eine deutliche Verbesserung der Dosisverteilung erreichen. Mit ihr ist es möglich, die Intensität der Strahlendosis innerhalb eines Bestrahlungsfeldes zu verändern, zu modulieren.

Es wird also nicht mehr über das gesamte Bestrahlungsfeld eine gleichmäßige Dosisverteilung gewählt, sondern das Feld wird in viele kleine Teilbereiche zerlegt, die mit jeweils unterschiedlicher Intensität und damit Dosis bestrahlt werden. Der Querschnitt eines Strahlenbündels hat nun an jedem einzelnen Punkt seines Feldes die gewünschte Intensität.

Folglich wird ein Bereich im Tumor in einem Bereich beispielsweise mit einer schwachen Intensität bestrahlt, weil hier ein zu schützendes Organ in der Nachbarschaft liegt, und in einem anderen Bereich mit einer hohen Intensität, weil hier die Krebsgeschwulste z.B. sehr dick sind.

Weil es eine Strahlentherapie über Wochen geht, galt es als weiteres Problem zu lösen, wie denn immer die gleichen Teilbereiche mit der modulierten Strahlendosis bestrahlt werden.

Am Krebszentrum Heidelberg, wo die IMRT entwickelt wurde, wird für einen Patienten mit Prostatakrebs deshalb zuvor ein Gipsbett angefertigt. In dieses Bett legt er sich für jede Strahlenbehandlung. So ist gewährleistet, dass er jedes Mal exakt die gleiche Position einnimmt.
Autor: Dr. med. Günter Gerhardt; Stand: 01.03.2005

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