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Patientenverfügungen zum Downloaden

Wegen der aktuellen großen Nachfrage nach Patientenverfügungen haben Prof. Dr. med. Rita Kielstein aus Magdeburg und Prof. Dr. phil. Hans-Martin Saß vom Zentrum für Medizinische Ethik an der Ruhr-Universität Bochum drei unterschiedliche, aktuell überarbeitete Formularmodelle als PDF-Datei zum Herunterladen auf die Website http://www.medizinethik-bochum.de gestellt.
Es handelt sich um folgende Versionen: eine detaillierte Patientenverfügung mit integrierter Vollmacht, eine Persönliche Gesundheitsvollmacht mit einigen wenigen inhaltlichen Festlegungen und eine Patientenverfügung mit integrierter Vollmacht in religiöser Sprache.

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Die Patientenverfügung mit integrierter Vollmacht enthält auch kurze erzählerische Texte als Material zur Vorbereitung.

STERN-Umfrage: Patientenverfügung soll bindend sein
Das lange Leiden, der Behandlungsabbruch und der Tod der Terri Schiavo in den USA haben auch in Deutschland Diskussionen und Kontroversen ausgelöst. Viele Bürger fragen nach geeigneten Formularen für Patientenverfügungen oder entscheiden sich, Formulare zu unterschreiben, die sie schon lange bei sich liegen haben.

Wie immer man den Fall der Terri Schiavo beurteilt: Zu den unerfreulichen Kontroversen ist es gekommen, weil Terri Schiavo keine schriftliche Patientenverfügung hinterlassen hatte und die Familie sich um den Inhalt ihres Willens oder mutmaßlichen Willens mit den Ärzten und Gerichten herumstreiten musste.

Nach einer Umfrage des STERN vom 23. und 24. März durch Forsa spricht sich eine Mehrheit der Bundesbürger dafür aus, dass eine Patientenverfügung bindend sein soll.

Wenn jemand festlegt, dass er als Koma-Patient keine lebenserhaltenden Maßnahmen wünscht, dann sind 91 Prozent der Befragten der Meinung, dass das für Gerichte und Ärzte bindend sein muss, nur neun Prozent waren anderer Meinung.

Patientenverfügung: Jeder sollte eine haben
„Patientenverfügungen sind hilfreich“ sagt der Bochumer Medizinethiker Prof. Saß. „Sie helfen solchen Streit um den Patientenwillen in einer schon schwierigen Situation auszuschließen oder zu verringern. Ärzten und ihren Mitarbeitern, aber auch Familienangehörigen und Bevollmächtigten sind sie eine wertvolle und unersetzliche Hilfe für klinische Entscheidungen, die sich am Patienten bzw. dessen individuellen Wert- und Weltbild orientieren.“

Nach Prof. Saß sollten alle erwachsenen Menschen eine persönliche Patientenverfügung haben. „Diese sollte möglichst nach einer Beratung durch einen Arzt des Vertrauens ausgestellt werden und für den Fall gelten, dass die eigene Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt ist.“

Neuauflage des erzählerischen Vorbereitungsmaterials
Das Bochumer Zentrum für Medizinische Ethik (ZME) ist seit mehr als einem Jahrzehnt führend in der Entwicklung von Patientenverfügungen, Gesundheitsvollmachten und Vorbereitungsmaterial, um vorsorgliche Erklärungen oder Vollmachten abzufassen.

Im März 2005 erschien die fünfte überarbeitete Auflage von Rita Kielstein und Hans-Martin Saß „Die persönliche Patientenverfügung. Ein Arbeitsbuch zur Vorbereitung“ (Lit-Verlag Münster).

Es handelt sich um ein Arbeitsbuch für medizinische Laien und beratende Mediziner und Juristen und fordert zur konkreten Auseinandersetzung mit Situationen heraus, bei denen medizinische Entscheidungen sich am Patientenwillen orientieren müssen, dieser aber oft unbekannt ist.

Das Buch kann über den Buchhandel oder beim Verlag zu einem Preis von Euro 6,00 auch direkt beim ZME bestellt werden.
Autor: Quelle: idw; Stand: 11.04.2005

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