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Handys machen keinen Krebs

Die Aufregung um die Gefährlichkeit des Handys scheint sich etwas gelegt zu haben. Es häufen sich die Anzeichen, dass die erzeugten elektromagnetischen Felder keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen, sofern sich alles innerhalb der Normwerte bewegt.
Jetzt hat erneut eine Studie keinen Hinweis auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Handys ergeben. In der neuen Studie aus Dänemark wurde die Handy-Nutzung von Hirntumor-Kranken (mit einem Gliom oder einem Miningiom) untersucht.

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Dazu wurde geschaut, wie häufig und wie lange 252 Gliom- und 175 Meningiom-Kranke mit ihrem Handy telefonierten. Die Nutzung des Mobiltelefons wurde mit der von 822 gesunden Personen verglichen, bei denen Alter, Geschlecht und sozioökonomischen Faktoren vergleichbar waren.

Das Ergebnis: Das Gliom- und Meningiom-Risiko ist bei Handynutzern nach Daten dieser Studie sogar erniedrigt. Personen in der Kontrollgruppe hatten mehr mit ihrem Handy telefoniert als die Krebskranken. Und die Tumoren bei den Handy-Nutzern waren im Schnitt kleiner und weniger bösartig als bei Kranken ohne Handys. Die Studienautoren sehen daher keinen Hinweis auf Handystrahlung als Ursache von Gliomen und Meningiomen.

Allerdings: Die meisten Handy-Nutzer haben ihre Geräte erst seit wenigen Jahren. Das ist zu kurz, um das Krebsrisiko gut zu beurteilen.

Die dänische Studie ist Teil eines Internationalen Forschungsprogramms: Um vor allem der Entstehung von Hirntumoren auf die Spur zu kommen, wurde von der WHO eine Forschungsstudie koordiniert. Es ist das weltweit größte zum Mobilfunk.

Mehr als 7000 Patienten mit einem Gliom, Meningeom oder Akustikusneurinom wurden von 2000 bis Anfang 2004 befragt, ebenso eine gleiche Anzahl nicht erkrankter Personen. Die Ergebnisse der deutschen  Studie werden etwa 2005 vorliegen, Ergebnisse aus anderen Gruppen wurden bereits veröffentlicht.

Sie bestätigten, was auch frühere kleinere Studien aussagten: Es gibt keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Handys und Krebs. Die endgültigen Ergebnisse müssen für eine Aussage aber noch abgewartet werden.

Der dänische Teil der Studie wurde jetzt in der Zeitschrift Neurology (64, 2005, 1189) veröffentlicht. Autor: Beatrice Wagner; Quelle: Ärzte Zeitung vom 13.4.2005

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