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Wer Bescheid weiß, ruft rasch den Notarzt

Menschen mit hohem Schlaganfall-Risiko sollten über ihre Krankheit genau Bescheid wissen. Dies verbessert ihre Überlebenschancen im Notfall, zeigte eine aktuelle Studie aus Wiesbaden.

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„Time is brain“, heißt es nämlich für Schlaganfall-Patienten.

Das bedeutet so viel wie: Schnelles Handeln schützt Nervenzellen im Gehirn.
Wer innerhalb von drei Stunden nach einem Schlaganfall in die richtige ärztliche Behandlung kommt, hat die besten Chancen auf geringe Langzeitschäden.

Vor allem drei Punkte sind wesentlich dafür, ob Schlaganfall-Patienten frühzeitig in die Klinik kommen und dort schnell mit der Therapie eingesetzt werden kann.

Die Punkte lauten:
1. die charakteristischen Symptome eines Schlaganfalls zu kennen
2. zu wissen, dass eine Therapie in den ersten drei Stunden nach Symptom-Beginn gemacht werden muss
3. sofort den Notruf zu wählen.

Diese drei Punkte hatte Dr. Nikolaus K. Schmidt von den Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden ermittelt. Der Wissenschaftler hatte in einer Studie 174 Patienten kontrolliert, die in der Schlaganfall-Spezialstation aufgenommen worden waren (Nervenarzt 76, 2005, 181). Ziel der Studie war es, mit Hilfe eines Fragebogens herauszufinden, wovon es abhängt, wie schnell ein Schlaganfall-Patient in die Schlaganfall-Station kommt.

Wie zu erwarten war, hat einerseits das Bildungsniveau eine Bedeutung: So kamen 52 Prozent der Hochschulabsolventen innerhalb von drei Stunden in die Notaufnahme, aber nur 32 Prozent derer mit Lehre.

Andererseits war auch die Kenntnis der Krankheitszeichen (Symptome) wichtig. Patienten, die kein Symptom kannten, benötigten im Mittel 14 Stunden; bei Kenntnis von einem Symptom waren es sechs Stunden, bei zwei Symptomen vier Stunden. Patienten, die vom Drei-Stunden-Zeitfenster wussten, brauchten nur die Hälfte der Zeit, bis sie den Notarzt riefen, im Vergleich zu denen, die das Fenster nicht kannten.

Auch sollte bei Symptomen nicht der Hausarzt, sondern der Notruf gewählt werden. Das verkürzt ebenfalls die Zeit zwischen Schlaganfall und Klinkaufnahme.

Von den 174 Patienten, die für diese Studie befragt wurden, hatten es nur 63 geschafft, innerhalb von drei Stunden in die Schlaganfallklinik zu kommen. Das sind 36 Prozent. „Das belegt weiteren Aufklärungsbedarf“, so ein Fazit der Studie.

Wer von einem Schlaganfall-Risiko betroffen ist, hat übrigens schon jetzt die Chance, rasch zu handeln. Er kann sich in einem fundierten Buch von einem Fachmann informieren lassen, zum Beispiel hier:

Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Peter Erik Felzer:
Schlaganfall: So finden Sie wieder Mut.
Trias-Verlag, 12.95 Euro. Autor: Beatrice Wagner; Quelle: Ärzte Zeitung vom 18.04.2005

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