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Walpurgis

Wenn sich Samstag Nacht die Hexen wieder auf ihre Besen schwingen, um den Blocksberg kreisen und dort ihr Unwesen treiben, dann sollten auch wir nicht zuhause vor dem Fernseher sitzen bleiben, sondern das Tanzbein schwingen und in den Mai hineintanzen.
Denn Walpurgis ist das Fest des immer wiedererwachenden Frühlings. Und damit auch der wiedererwachenden Frühlingsgefühle. Ein Anlass zur Freude. Und aber auch ein Anlass, noch einmal an den langen Winter zu denken, der ja nun vorbei ist.

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Von jeher gibt es zu Walpurgis gibt es zwei verschiedene Bräuche, die einmal auf römische und einmal auf asketische Wurzeln zurückgehen. Sie spiegeln die beiden Aspekte des Frühlings – Freude und Besinnlichkeit – gut wider.

Der asketische Cordea Kult geht auf die weiße Göttin Cordea – auch Maida (!) genannt – zurück. Cordea gilt als streng und zerstörerisch. Sie fördert Keuschheit, Reinheit, Schlichtheit und gibt dafür Wachstum und Reife.

Zur Zeit des Cordea Kultes trugen die Menschen in den Wochen zwischen Maifest und Sommersonnenwende alte zerissene Kleider und reinigten sich.

Der andere Frühlingsbrauch ist dem ersten genau entgegengesetzt. Es ist der römische Flora Kult. Dieser geht zurück auf die Göttin Flora, die römische Göttin des Frühlings. Flora bedeutet so viel wie „die Blühende“. Sie steht für Freude, tanzen, sich mit Blumen schmücken, ausgelassen sein.

Wer es mehr mit dem Flora-Kult hält, kann einen Maibaum mit bunten Bändern schmücken. In jedes Band können Sie einen Wunsch einbinden!

Zum Flora-Kult gehört auch der fast vergessene Brauch, vor Sonnenaufgang Wasser zu schöpfen – vielleicht aus dem Brunnen vor dem Tore – und aufzubewahren. Dieses Maiwasser wurde als heilend, segnend und schützend angesehen, ebenso wie der Maitau und der Mairegen.

Diese beiden Kulte kann man auch als Ausdruck der zum Teil widersprüchlichen Stimmung der Jahreszeit wieder, das Wechselbad der Gefühle im Frühling.

Gibt es denn überhaupt so etwas wie Frühlingsgefühle? Dieses „Kribbeln im Bauch“? Wahrscheinlich ja. Forscher haben eine kleine Gruppe von Nervenzellen im Gehirn mal genauer untersucht.

So viel weiß man: Es gibt im Gehirn eine Region, die unsere innere Uhr steuert und verantwortlich ist für unseren Tagesrhythmus. Dass es eine solche Hirnregion mit entsprechenden Nervenzellen auch für den Jahreszeitenrhythmus gibt, kann man im Moment leider nur vermuten.

Woher kommen aber nun die Hexen in die Walpurgis Nacht? Sie sind auf jeden Fall auch Bestandteil unseres kulturellen Gedächtnisses, und gehen auf alte mystische Anschauungen zurück.

Möglicherweise sind sie einfach nur durch Goethes Faust 1 verstärkt wieder in unser aktuelles Bewusstsein gelangt. Denn Mephisto hatte ja Faust auf den Brocken zur Walpurgisnacht geführt, damit er sein Gretchen vergisst.

Wie auch immer, ob Sie es mit den Walpurgishexen, der strengen Göttin Cordea oder der fröhlichen Flora halten: Es beginnt eine neue Zeit. Der Frühling ist endlich da!

Quelle: www.mondfrau.com (u.a.) Autor: Beatrice Wagner; Stand: 29.04.2005

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