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Schlaganfallpatienten immer jünger

Immer häufiger erleiden schon jüngere Menschen einen Schlaganfall. Neuesten Untersuchungen zufolge sind bis zu zwölf Prozent der 165.000 Schlaganfall-Patienten pro Jahr in Deutschland jünger als 45 Jahre.

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Oftmals wird ein Hirninfarkt bei ihnen nur deshalb nicht oder zu spät festgestellt, weil weder Arzt noch Patient damit rechnen.
Verstärkend kommt hinzu, dass in Medien gerne immer noch das Märchen verbreitet wird, Schlaganfall sei nur eine Krankheit für Ältere, wie es erst am Dienstag wieder in der Soap-Opera Marienhof zu hören war. Das ist aber definitiv falsch.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel trifft ein Schlaganfall sein Opfer. Während bei älteren Patienten meist eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung in Folge von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) zu der lebensbedrohlichen Attacke führt, sind die Gründe bei jüngeren Patienten vielschichtiger: „Es gibt eine große Zahl ererbter und erworbener Erkrankungen der Blutgefäße, des Herzens und des Stoffwechsels, die zu einem Schlaganfall in jungen Jahren führen“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Christian Arning, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Davon sind bis zu 20.000 Frauen und Männer betroffen. 

Der häufigste Grund
Eine der häufigsten Ursachen für Schlaganfälle bei jüngeren Patienten sind Einrisse an der Halsschlagader. Wieso diese einreißt, ist unklar. Dies geschieht ganz plötzlich, ohne erkennbare Ursache. „Nur in einem Teil der Fälle ist ein solcher Riss auf eine heftige Bewegung der Halswirbelsäule zurückzuführen“, betont Neurologe Arning. „Die meisten Patienten werden grundlos aus völliger Gesundheit heraus getroffen.“

Es reißt die innere Schicht der Gefäßwand ein, und es bildet sich eine wachsende, mit Blut gefüllte Ausbuchtung, die das Gefäß verengt oder sogar verschließt. Daraus können Blutgerinnsel entstehen, die zu einem Schlaganfall führen. Dies zeigt sich im frühen Stadium durch einseitige Gesichts-, Kopf- und Nackenschmerzen. Der Schlaganfall mit Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen entwickelt sich meist erst nach einigen Tagen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) betont, dass sie mit Ultraschalluntersuchungen in mehr als 90 Prozent der Fälle einen Riss an der Halsschlagader sicher identifizieren kann.

Selbst Kinder kann es treffen
Schon Kinder können einen Schlaganfall erleiden. Nach Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe ereilt rund 300 Mädchen und Jungen jährlich dieses Schicksal. Auch hier ist die Dunkelziffer höher, weil bei Beschwerden niemand mit der Diagnose Schlaganfall rechnet.

Bei den jüngeren Erwachsenen zwischen 30 und 45 Jahren stellten die Experten in den vergangenen Jahren häufiger Schlaganfälle fest. Ob dies an einer tatsächlichen Zunahme oder an den verbesserten Diagnosemöglichkeiten liegt, ist jedoch noch unklar.

Mehr zum Thema Schlaganfall bei Kindern finden Sie auch hier Autor: Autoren: Dorit Lorenz-Heinrich, impressum und Beatrice Wagner; Stand: 21.5.2005

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