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Reizmagen – einmal anders

Der Bauch gilt in vielen Kulturen als der Sitz der Seele. Aber viele Menschen spüren ihren Bauch nicht als etwas Wohltuendes, sondern als ein Hort der dauernden Qual. Sie leiden unter häufigen Bauchschmerzen und Durchfällen. Aber woher die kommen, kann der Arzt oft nicht erklären. Denn bei jedem zweiten Patienten mit Magen- oder Darmbeschwerden ist keine exakte Ursache auszumachen.
Also kein Magengeschwür, kein Tumor, keine chronische Darmentzündung wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa, keine Fischvergiftung, keine Salmonelleninfektion uvm. Für den Mediziner heißt eine solche Diagnose: Reizmagensyndrom ohne Organbefund.

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Damit hat sich jetzt einmal Dr. Gerhardt in seinen aktuellen Teletipps vom Hausarzt beschäftigt. Zusammen mit dem Gastroenterologen Dr. Clemens Keitel aus Alzey, dem Allgemeinmediziner und Homöopath Prof. Dr. Walter Köster aus Frankfurt und dem Arzt und Ayurvedaexperten Dr. Ernst Schrott aus Regensburg beschäftigte er sich mit dem Thema.

Einig waren sich die Experten der verschiedenen Fachrichtungen, dass die Psyche bei dem Reizmagen ein gewichtiges Wort mitzureden hat. So schloss der Homöopath Prof. Köster von der Funktion des Magens auf die Probleme des Patienten. „In den Magen stecke ich etwas hinein, was ich gerne habe, aber dann ist es weg, ich komme nicht mehr dran und es wird auch noch zerstört durch die Magensäfte. Damit haben Magenpatienten Probleme, sie können Liebgewonnenes schlecht loslassen.“

Der Ayurvedaexperte bescheinigte ebenfalls, dass die Psyche eine wichtige Rolle spielt. Dr. Schrott: „Es wird viel in sich hineingefressen, Probleme werden bei sogenannten Arbeitsessen gewälzt. Das stört aber das Verdauungsfeuer, das Akni genannt wird. Das Ziel unserer Behandlung ist es, die Verdauungskraft wieder zu stärken.“

Und der Schularzt schließlich bestätigte, dass auch in unserer europäischen Medizin Stress als Ursache des Reizmagen und des Reizdarms anerkannt wird, gepaart mit Rauchen, fetthaltigem Essen mit wenig Ballaststoffen und Alkohol. „Früher hat man vor dem Essen gebetet und den Magen auf das Kommende damit eingestellt. Heute wird meist nur noch en passant gegessen, ohne die Nahrungsaufnahme richtig zu würdigen. Das ist auch eine Ursache für Reizmagen und Reizdarm.“

Und hier noch einige gesammelte Tipps der Experten:
Trinken Sie bei Reizmagen Fencheltee, vermischt mit grüner Heilerde, mehrmals täglich (Ayurveda).
Machen Sie bei akuten Beschwerden eine Heißwassertrinkkur. Kochen Sie dazu Wasser zehn Minten lang, lassen Sie es leicht abkühlen, füllen es in eine Thermoskanne und nehmen alle 30 Minuten 1 bis 2 Schlucke davon (Ayurveda).
Rollkur bei Magenverstimmung: Morgens nüchtern im Bett eine Tasse Kamillentee trinken und dann für je 5 Minuten auf die rechte und linke Seite und auf Bauch und Rücken rollen (Schulmedizin).
Denken Sie bei Magenbeschwerden auch daran, loslassen zu können. Bei Darmbeschwerden könnte eine psychische Ursache darin liegen, dass Sie zu sehr zweifeln (Homöopathie).

Der die nächste Teletipps vom Hausarzt, bei der sich wieder Schulmedizin und Naturheilverfahren gegeneinander behaupten müssen, findet statt am 6.11.2005 (17.30 Uhr, 3sat). Es geht um das Thema Herzbeschwerden. Autor: Beatrice Wagner; Quelle: Teletipps vom Hausarzt, 3sat; Stand: 24.10.2005

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