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Selbstbefriedigung - erst seit 200 Jahren?

Die Selbstbefriedigung sei ein Produkt des 18. Jahrhunderts. Sie sei erst in der Epoche der Aufklärung entstanden – ein im 18. Jahrhundert aufkommender Prozess, der alles „Unvernüftige“ nicht gelten lässt. So behauptet es zumindest der amerikanische Historiker Thomas Laqueur.
Er hat gerade ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht. „Solitary Sex“, zu deutsch: einsamer Sex. Es ist eine Kulturgeschichte der Selbstbefriedigung.

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Thomas Laqueur vertritt die These, dass durch die Aufklärung (gemeint ist die Epochenbezeichnung) eine neue Art der Privatheit entstanden sei. Diese sei bald von Leidenschaften besetzt worden, zum Beispiel von vermeintlich ausgiebigem Masturbieren, aber auch von ausgiebiger Leselust. Schnell wurde die Selbstbefriedigung zum Angstgespenst einer Epoche, denn angeblich fürchtete das Bürgertum höchste Gefahr für die öffentliche Moral: Das einsame Laster war schließlich privat und damit jeglicher Kontrolle entzogen.

Soweit die Erkenntnisse des Historikers. Ein kurzer Blick in das „Lexikon der Lustmittel“ (Martin Kessel, Sab Schönmayr, Eichborn-Verlag 1999) aber lässt Zweifel an dieser Theorie aufkommen. Steht doch da unter dem Begriff Dildo oder Massagestab: „Dies ist eines der ältesten Sexspielzeuge der Welt.“ Im alten China, im alten Griechenland und sogar in Nonnenklöstern war er häufig zu finden. Und da soll er, wenn man Laqueur interpretiert, nicht gebraucht worden sein? Oder ist Sex, alleine, zu zweit oder auch zu dritt, nicht doch einer der ältesten und natürlichsten Vorgänge überhaupt? Autor: Beatrice Wagner; Stand: 11.11.2005

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