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Neue Werkstoffe für künstliche Gelenke

Anlaufschmerzen am Morgen, Knirschen beim Treppensteigen, Schmerzen bei oder nach Belastung. Der Gelenkschmerz ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter und der häufigste Grund für einen Arztbesuch. Meist steht dahinter ein Gelenkverschleiß (Arthrose).

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Wenn die Beweglichkeit trotz Schmerzmittel und anderer Therapien zunehmend schlechter wird, entscheiden sich deshalb immer mehr Betroffene für einen Gelenkersatz.
Zu Recht: Die Werkstoffe für die künstlichen Gelenke sind heute sehr weit fortentwickelt und das Einsetzen gehört – durch geübte Hand – zu den Standardoperationen. Dennoch kann es gewisse Schwierigkeiten mit sich bringen.

Hauptsächlich ist es problematisch, dass es sich einige Gelenke mit der Zeit abnutzen, vor allem die Kombinationen Metall/Polyethylen oder auch Keramik/Polyethylen, wobei sich bei letzterem der Abrieb schon halbiert hat. (Die beiden Begriffe bezeichnen die Materialien, die für den Kugelkopf und den Pfanneneinsatz benutzt werden, das sind die beiden Bestandteile eines Gelenks.) Denn die Gelenkflächen sind immer einer gewissen Reibung ausgesetzt, wodurch es zur Ablösung kleinster Partikel kommen kann. Je nach verwendetem Material können sich pro Schritt 500.000 feinste Mikropartikel lösen.

Wenn es zu größeren Mengen dieser Abriebprodukte kommt, kann es sein, dass der Organismus sich mit Hilfe körpereigener Reinigungsmechanismen zur Wehr setzt und sich die Abräumzellen schließlich gegen den eigenen Knochen in der Umgebung des Kunstgelenkes richten. Auf diese Weise kann es schließlich zu einer Lockerung des Kunstgelenkes kommen, so dass ein weiterer operativer Eingriff notwendig wird.

Bei den modernen Materialien – wie etwa die Keramik/Keramik- oder die Metall/Metall-Gleitpaarung – ist der Abrieb nur noch gering. Der längeren Haltbarkeit dieser neuen Gelenke steht als Nachteil gegenüber, dass sie meist selbst gezahlt werden müssen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich vor einer solchen Operation genau informiert, welche Implantattypen und -materialien es gibt und für wen sie geeignet sind.

So mag es sich für junge Patienten lohnen, selbst in die Tasche zu greifen und in ein haltbareres Gelenk zu investieren, während solche Menschen, die nur noch eine geringe Lebenserwartung haben, mit einem älteren Werkstoff sehr glücklich sind, zumal die Ärzte mit diesen Materialien auch eine lange Erfahrung haben.

Mehr zu künstlichen Gelenken erfahren Sie in einer Broschüre der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformationen (DSGI). Sie beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Gelenkverschleiß und die künstlichen Gelenke. Die Broschüre liegt in den Facharztpraxen der Orthopäden sowie Orthopädischen Kliniken aus. Sie kann auch auf der Stiftungsseite www.dsgi.org heruntergeladen werden. Autor: Beatrice Wagner; Quelle: www.dsgi.org; Stand: 10.12.2005

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