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Die Geschmäcker sind verschieden

Wir haben alle unsere verschiedenen Ernährungsgewohnheiten. Die haben einerseits etwas mit dem Bildungsgrad und dem Einkommen zu tun, sind aber andererseits auch auf psychologische Ursachen zurückzuführen, wie z. B. Lust und Ekelgefühle.
Zum großen Teil wurde uns der Geschmackssinn auch in die Wiege gelegt, sprich, die Vererbung, Genetik spielt eine wichtige Rolle. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Wahrnehmung von Phenylthioharnstoff (PTC) und einigen anderen in Gemüse enthaltenen Bitterstoffen. In Europa können ca. 30 Prozent der Bevölkerung diese Bitterstoffe sehr viel geringer wahrnehmen, als die übrigen 70 Prozent.

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Keine Frage, dass diese Geschmacksvariationen Einfluss haben auf das Ernährungsverhalten, was auch in Studien belegt wurde. So werden Lebensmittel wie Broccoli, Rosenkohl von PTC-Schmeckern eher abgelehnt. Genauso scheint es übrigens unterschiedliche Vorlieben für Nahrungsfette zu geben.

Die Fähigkeit, PTC zu schmecken, ist seit ca. 70 Jahren bekannt und angeboren. Die Ursache kennt man jetzt auch: Veränderungen/Variationen in den 25 menschlichen Genen, die für die Wahrnehmung von Bitterstoffen zuständig sind. Viele weitere Gene sind zuständig für Bitter-Süß-und Umami-Geschmack (Glutamat). Hier kennt man wiederum mehr als 200 weitere Genvarianten.

Aufgrund der hohen Zahl von Varianten ist es wohl wahrscheinlich, dass es viele weitere vererbungsbedingte Unterschiede in der Geschmackswahrnehmung gibt und somit ein großer Teil des individuellen Geschmacksempfindens durch unsere Gene bestimmt wird.

Diese Erkenntnisse müssen sicherlich auch berücksichtigt werden im Rahmen der Feststellung und Behandlung von Ernährungsstörungen wie Übergewicht, Fettsucht, Mangelernährung und Untergewicht. Autor: Dr. med. Günter Gerhardt; Quelle: Ärztemagazin Phoenix 04/05; Stand: 13.12.2005

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