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Seuche auf La Réunion außer Kontrolle

Bereits seit Frühjahr letzten Jahres breiten sich auf der französischen Insel La Réunion (liegt östlich von Madagaskar) Infektionen mit dem Chikungunya-Virus aus. Vor allem der Süden der Insel ist betroffen. In den letzten Wochen hat sich die Ausbreitung stark vermehrt, bedingt durch die Regenzeit. Allein letzte Woche sei die Zahl der Infizierten um 20.000 auf 130.000 gestiegen.
Dies gab der französische Gesundheitsminister Xavier Bertrand in der Zeitung „Le Figaro“ bekannt. Im Januar seien 77 Menschen an der Krankheit gestorben.

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Chikungunya-Fieber wurde erstmals 1952 in Tansania beobachtet. Es ist eine Virusinfektion, die ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber zeigt. Der Name leitet sich von einer lokalen Swahili-Sprache ab und bedeutet „sich zusammenkrümmen“. Denn vom Chikungunya-Fieber befallene Menschen müssen etwa eine Woche unter andauernden starken Gelenkschmerzen leiden.

Schwere Verläufe, wie Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute (Menigoenzephalitis) oder innere Blutungen (Hämorrhagien) sind unüblich. So gingen die Wissenschaftler bislang davon aus, dass die Krankheit nicht oder nur selten tödlich ist. Die Todesfälle in La Réunion belehren sie eines anderen.

Übertragen wird das Virus von einem Moskito. Medikamente oder ein Impfstoff gibt es nicht. Nur die Symptome können medikamentös gelindert werden.

In La Réunion herrscht nun eine Krise. Soldaten, geschickt vom Mutterland Frankreich, versprühen Pestizide, die die Larven töten sollen. Das eigentlich seltene Chikungunya-Fieber breitet sich aber trotzdem weiter aus. Auch in Frankreich macht man sich Sorgen. Was passiert, wenn das Virus per Flugzeug eingeschleppt wird? Autor: Beatrice Wagner, Quelle: Robert-Koch-Institut, Tagesschau; Stand: 24.2.2006

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