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Flughund-Viren springen von Mensch zu Mensch

Bei Tierkrankheiten, die für den Menschen gefährlich werden können, denkt man sofort an das Vogelgrippevirus H5N1. Dabei wird leicht übersehen, dass auch an anderen Stellen der Erde für den Menschen gefährliche Viren in Tieren „ausgebrütet“ werden. Eines davon ist das Nipah-Virus. Bei diesen Viren wurde auch schon die Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen.
Als natürliches Reservoir der Nipah-Viren gelten die ostasiatischen Flughunde. Offenbar haben Veränderungen in den Lebensbedingungen der Flughunde dazu geführt, dass diese Tiere näher an den Menschen herankamen. Vielleicht geschah dies aufgrund von ausgeprägten Waldrodungen. Denkbar ist, dass deshalb Menschen und Flughunde die gleichen Früchte essen, und so das Virus weitergetragen wird. Übertragen wird es nämlich über Kot und Speichel.

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Seit 1999 kam es zu insgesamt sechs regionalen Nipah-Ausbrüchen in Malaysia und Bangladesch. 102 Infektionen bei Menschen sind in Bangladesch seither registriert worden, 76 starben. In Malaysia kam es nur zu Ausbrüchen bei Menschen, die mit Schweinezucht und -handel zu tun hatten. Hier erkrankten 256 Menschen, es starben etwa 100. Hier wurden die Viren über die Schweine als Zwischenwirte weitergetragen.

Todesursache bei einer Nipah-Virus-Erkrankung ist eine schwere akute Hirnhautentzündung. Derzeit gibt es keine zugelassenen Impfstoffe oder Medikamente gegen das Virus. Autor: Dr. Beatrice Wagner; Quelle: Ärzte Zeitung vom 06. April 2006; Stand: 20.04.2006

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