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Hyperthermie bei Krebs ist wirksam

Erhöhte Körpertemperaturen versetzen Zellen in Stress, insbesondere Tumorzellen: Werden diese mit Hilfe elektromagnetischer Wellen auf 40 bis 44°C erwärmt, beginnt ab 42°C das kollektive Absterben der Zellen. Aber schon Temperaturen über 40°C machen Tumorzellen angreifbarer für natürliche Abwehrprozesse und Strahlen- oder Chemotherapie. Weil Wärme aus gut durchbluteten Stellen aber auch leicht wieder abgeleitet wird, kann man dort den Tumor leider nicht gleichmäßig erhitzen, sodass hier die Hyperthermie an ihre Grenzen stößt. Die gut durchbluteten Bereiche werden aber dafür von Zytostatika besonders gut erreicht.

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Professor Rolf Issels, Leiter der Klinischen Kooperationsgruppe (KKG) Hyperthermie und seine Mitarbeiter interessierte besonders, wann ein bestimmtes Weichteilsarkom (STS) durch die Kombination von Hyperthermie mit anderen Therapiemethoden besser behandelbar ist. Die von ihm durchgeführte weltweit erste randomisierte Phase III-Studie belegte die Wirksamkeit der regionalen Hyperthermie in Kombination mit Chemotherapie bei Sarkomen. Schon zuvor hatte sich gezeigt: Patienten, die auf die Hyperthermiebehandlung ansprechen, haben eine statistisch deutlich höhere Chance, nach einem Zeitraum von fünf Jahren tumorfrei zu leben.

Issels übertrug das bei den Sarkomen erworbene Wissen auf den Dickdarmkrebs und auf das Bauchspeicheldrüsenkrebs im lokoregional fortgeschrittenen Stadium. Auch hier wird untersucht, ob die Kombination von Chemotherapie und Hyperthermie den Therapieerfolg verbessert.

Für ausgedehnte oder auch metastasierte Tumoren im Bauch und im Becken besitzt die KKG ein Hybridsystem, das aus dem Hyperthermiegerät (BSD 2000) und einem Kernspintomographen besteht. Liegt der Patient im Gerät, kann mit diesem System der gesamte Bereich vom Becken bis unterhalb der Lunge auf einmal erwärmt werden und bildgebend so genannte Hot Spots rechtzeitig erkannt werden, um bleibende Schäden durch zu hohe Temperaturen im gesunden Gewebe bei wiederholter Anwendung der Hyperthermie zu vermeiden.

In Deutschland sind das Klinikum der Universität München in Großhadern und die Charité in Berlin die einzigen Zentren, die als Modellvorhaben auch die Teilkörperhyperthermie durchführen. Autor: Philipp Kressirer, Dr. Beatrice Wagner; Quelle: idw; Stand: 11.06.2007

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