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Peru: Zahlreiche Blutbanken nach HIV-Krise gesperrt

Dutzende Blutbanken in Peru wurden geschlossen, nachdem zumindest vier Menschen durch verunreinigte Infusionen mit HIV infiziert worden sind. Die Regierung gab bekannt, dass alle 240 Einrichtungen des Landes inmitten dieses nationalen Notstandes genau überprüft würden. Alle Patienten wurden in einem Krankenhaus der Hafenstadt Callao infiziert. Offizielle Stellen betonten, dass die Blutbanken den internationalen Standards entsprächen und forderten die Bevölkerung auf, weiter Blut zu spenden. Gesundheitsminister Carlos Vallejos erklärte, dass man keine Panik aufkommen lassen wolle. "Wir müssen vorsichtiger sein und die Versorgung der Patienten verbessern."

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Die Krise brach aus, nachdem die 44 Jahre alte Judith Rivera die Medien Anfang der Woche kontaktierte. Sie sei bei einem Routineeingriff mit HIV infiziert worden. Die Mutter von vier Kindern kündigte rechtliche Schritte zur Erreichung einer Entschädigung an. "Was passiert ist, ist passiert. Ein Leben hat kein Preisschild." Die Gesundheitsbehörden gaben in der Folge bekannt, dass drei weitere Patienten durch Bluttransfusionen infiziert worden sind. Eines der Opfer ist ein elf Monate altes Baby. Die Pan American Health Organization geht davon aus, dass bis zu einem Viertel der Blutreserven in Peru nicht ausreichend überprüft wurde.

Gleichzeitig wurde von offizieller Seite bestätigt, dass 30 Dialyse-Patienten mit Hepatitis C infiziert worden sind. Der BBC-Reporter Dan Collyns berichtet aus Lima, dass die Bevölkerung alarmiert ist und öffentliche Krankenhäuser meidet. Seiner Einschätzung nach sind die Reaktionen der Regierung nicht dazu angetan, das Vertrauen der Menschen in das immer mehr erlahmende Gesundheitssystem des Landes wieder herzustellen. (Ende)

Autor: Michaela Monschein; Quelle: pressetext.at; Stand: 14.09.2007

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