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Grippepandemie: Unternehmen schlecht vorbereitet

Hamburg - Infektionskrankheiten sind in rund der Hälfte der Fälle die Hauptursache für den Ausfall von Mitarbeitern in deutschen Unternehmen. Damit kommt den medizinischen Schutzmaßnahmen in punkto betriebliches Risikomanagement eine herausragende Bedeutung zu. Dennoch unternehmen vor allem kleine und mittlere Unternehmen zu wenig, um etwa einer drohenden Pandemie Herr zu werden, warnt das Institut für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF).

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Laut der aktuellen Studie "Betriebliche Gesundheitsfürsorge", die in Zusammenarbeit mit handelsblatt.com entstanden ist, werden in Betrieben mit bis zu 100 Mitarbeitern in der Regel gar keine entsprechenden Strategien entwickelt. Dabei warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem Gesundheitsbericht 2007 vor einem steigenden Epidemierisiko. Die Seuchenverbreitung habe aufgrund der zunehmenden Mobilität der Menschen eine historische Höchstmarke erreicht.

Ein wenig besser präsentiert sich die Vorsorgelage in den größeren Unternehmen. In Firmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern verfügen immerhin 5 Prozent über einen Maßnahmenkatalog für den Ernstfall. In Konzernen liegt die Planungsquote sogar bei 31 Prozent. Nachholbedarf gibt es aber auch hier bei den im Notfallplan vorgesehenen Maßnahmen, heißt es in der Studie. Zwar sehen drei Viertel der Pläne eine Bevorratung von Grippemitteln vor. Nur 44 Prozent der Unternehmen verfügen aber über eine vollständige Versorgung mit Medikamenten - etwa Tamiflu - zum Schutz der Belegschaft vor dem Vogelgrippe-Virus H5N1.

Grund für die mangelnde Ausstattung mit Notfallplänen ist dabei weniger die finanzielle Belastung als vielmehr das fehlende Bewusstsein für die Risiken einer Pandemie, wie es beim IMWF auf Anfrage von pressetext heißt. Deutschland hat sich mit umfangreichen Notfallplänen auf den Ernstfall vorbereitet. Die deutsche Bundesregierung arbeite daran, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Kritik äußert das IMWF aber auch an der Mitarbeiterbeteiligung bei Vorsorgemaßnahmen. Die Mehrheit der Belegschaft nimmt die vom Betrieb angebotene Grippeschutzimpfung nicht in Anspruch. Nur jede Fünfte beteiligt sich regelmäßig an Maßnahmen zur Prävention. Auch Vorsorgeuntersuchungen im Bereich Herz- und Kreislauferkrankungen finden nur bei acht Prozent der Mitarbeiter Anklang. Gut jeder Fünfte lehnt derartige Maßnahmen komplett ab. An der IMWF-Online-Umfrage nahmen 108 Fach- und Führungskräfte teil. Autor: Jörn Brien; Quelle: pressetext.at; Stand: 18.10.2007

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