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Fernsehen und Videospiele schaden dem Gleichgewicht

Homburg - Kinder, die zuviel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, schaden damit ihrem Gleichgewichtssinn und neigen zu Haltungsschwächen. Zu diesem Zwischenergebnis kommen die Ärzte und Wissenschaftler der Aktion Kid Check. Seit 1999 wurden 1.600 Kinder und Jugendliche im Saarland mit dem Ziel untersucht, schlechte Körperhaltungen zu erkennen, die Ursachen zu erforschen und die Haltung durch Training zu verbessern. Vier von zehn Kindern waren im Zuge der Tests nicht in der Lage, im Stehen eine stabile Körperhaltung einzunehmen und zu bewahren. "Erst wenn wir genau verstehen, wie die Haltungsschäden entstehen, können wir gezielt dagegen vorgehen", so der ärztliche Leiter Eduard Schmitt.

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Bei einem speziellen Test schlugen sich Kinder, die viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, besonders schlecht. Sie mussten erst mit geöffneten, dann mit geschlossenen Augen eine Minute still stehen. Dabei wurden die Körperschwankungen gemessen. Vor allem bei geschlossenen Augen zeigten sich Defizite bei den Kindern. Im Normalfall sind neben den Augen auch Sinneszellen in den Fußsohlen, in Haut, Muskeln, Sehnen und Gelenken sowie das Gleichgewichtsorgan im Ohr für die Steuerung unserer Körperhaltung verantwortlich. Häufiges Fernsehen und Videospielen führen jedoch dazu, dass die visuelle Wahrnehmung trainiert wird und eine dominierende Rolle übernimmt.

"Bei Erwachsenen gibt es ein ähnliches Problem. Man sitzt viel, bekommt eine schwache Haltung und die Motorik wird schlechter, man wird also ungelenker", erklärt der wissenschaftliche Studienleiter Oliver Ludwig im Gespräch mit pressetext. "Das Problem ist im Wachstum aber am schlimmsten, denn dann ist die Wirbelsäule am empfänglichsten." Gezielte Übungen bieten eine Lösung. 15 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren, die durch eine besonders schlechte Haltung auffielen, wurden im Rahmen der Studie ausgewählt und sechs Monate lang in Kraft und Beweglichkeit trainiert. Danach zeigten sich im Vergleich zu ihren Altersgenossen deutliche Verbesserungen.

"Auf der einen Seite müssen Eltern auf die Thematik aufmerksam werden", so Ludwig. "Kinder können Zeit vor der Konsole verbringen, müssen allerdings zum Ausgleich auch Bewegung machen." Seitens der Schulen wünscht sich der Wissenschaftler mindestens vier bis fünf Stunden Sportunterricht pro Woche. "Außerdem müssen in Deutschland endlich angepasste Schulmöbel angeboten werden. Jugendliche, die im Wachstum sehr unterschiedlich groß sind, müssen bislang die selben Stühle und Bänke benützen." Autor: Georg Eckelsberger; Quelle: pressetext.at; Stand: 06.03.2008

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