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Kontakt mit Pestiziden erhöht Parkinsonrisiko

Durham - Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Kontakt mit Pestiziden das Risiko einer Parkinson-Erkrankung deutlich erhöht. Ein Team amerikanischer Wissenschaftler hat nachgewiesen, dass das Ausgesetztsein zu einem 1,6 Mal höheren Risiko führt. Die Forscher der Duke University, der Miami University, und des Udall Parkinson's Disease Research Center of Excellence werteten die Daten von insgesamt 600 Personen aus. Details der Studie wurden in BMC Neurology veröffentlicht. Experten betonen jedoch laut BBC, dass Pestizide sehr wahrscheinlich eine Schlüsselrolle spielten, jedoch nur in Kombination mit anderen Faktoren.

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So wird Parkinson auch durch genetische Faktoren beeinflusst. Bisher wurden einige genetische Defekte identifiziert. Es wird jedoch angenommen, dass sie selten auftreten und nur für einen geringen Teil der 120.000 Erkrankungen allein in Großbritannien verantwortlich sind. Die Forscher befragten 319 Patienten zu ihrem Einsatz von Pestiziden. Ihre Antworten wurden mit denen von über 200 gesunden Familienmitgliedern und anderen ebenfalls gesunden Teilnehmern verglichen. Verwandte wurden ausgesucht, da sie auch vielen ähnlichen umweltbedingten und genetischen Faktoren ausgesetzt gewesen waren. Ein starker Einsatz von Pestiziden sowie mehr als 200 Tage Kontakt im Laufe eines Lebens führten zu einer Verdoppelung des Risikos. Herbizide und Insektizide erhöhten das Risiko am ehesten.

Die leitende Wissenschaftlerin Dana Hancock erklärte, es gäbe sehr starke Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson. "Wir müssen herausfinden, wie der biologische Prozess genau abläuft. Uns ist aufgefallen, dass der private Einsatz von Pestiziden eher zu einem Kontakt führte als das berufliche Umfeld." Kieran Breen, Leiter der Forschungsabteilung der Parkinson's Disease Society, bestätigte, dass ein möglicher Zusammenhang bereits von früheren Studien hergestellt worden sei. Die aktuelle Studie verstärke jedoch die Vermutung, dass Pestizide eine entscheidende Rolle spielten. "Wir wissen aber noch immer nicht genau, was Parkinson verursacht. Wahrscheinlich ist es eine Kombination von genetischer Prädisposition und umweltbedingten Faktoren." Breen verwies in diesem Zusammenhang auf eine eigene Umfrage mit rund 10.000 Patienten, die ergeben hatte, dass nur einer von zehn Teilnehmern langfristig Pestiziden ausgesetzt war. Autor: Michaela Monschein; Quelle: pressetext.at; Stand: 31.03.2008

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