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Männer riechen nach Käse, Frauen nach Zwiebel

Kleine Mädchen mögen zwar im Song nach "Sugar and Spice" duften, in Wirklichkeit haftet ihnen allerdings der Geruch von Zwiebeln an. Das haben Forscher des schweizerischen Unternehmens Firmenich festgestellt. Der Achselschweiß von Männern hingegen scheint aromamäßig eher beim Käse angesiedelt zu sein, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin New Scientist Online.

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Die relativ klein angelegte Studie an 24 Männern und 25 Frauen nach dem Saunabesuch bzw. nach dem Training am Fahrrad zeigte dieses Ergebnis deutlich. Das Forscherteam um Christian Starkenmann, Experten für Geruchs- und Aromastoffe, konnte unter den Achselhöhlen von Frauen einen relativ hohen Gehalt einer schwefeligen aber geruchslosen Flüssigkeit ausmachen. Im Vergleich zu den Männern lag das Verhältnis fünf Milligramm zu 0,5 Milligramm. Im Labortest wurde diese Flüssigkeit mit Bakterien, die in dieser Körperregion häufig vorkommen zusammengemischt. Das Ergebnis war ein Thiol, dessen Geruch dem von Zwiebel entsprach.

"Je mehr vom schwefeligen Vorprodukt wir den Bakterien zusetzten, desto schlimmer wurde der Geruch", so Starkenmann. Bakterielle Enzyme verändern den sonst geruchlosen Stoff in Gestank. Bei den Männern hingegen fanden die Forscher einen relativ hohen Gehalt einer geruchslosen Fettsäure, die mit den Bakterien vermischt einen käsigen Geruch ergaben. Einer Expertise unabhängiger Geruchsforschern zufolge, wurde der Zwiebelgeruch als deutlich unangenehmer beschrieben als der käsige.

Mit der Untersuchung wollen die Schweizer Forscher eine neue Generation von Deodorants entwickeln. "Man könnte entweder die Inhibitoren neutralisieren oder die bakteriellen Enzyme blockieren, die den Gestank erzeugen", zeigt sich der Wissenschaftler überzeugt. Auf Zustimmung stoßen die Schweizer Untersuchungen aber nicht überall. Geruchsexperte Tim Jacob von der University of Cardiff meint, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede nicht der Schlüsselfaktor sind. Die Geruchskomponenenten, die bei den Schweizerinnen und Schweizern gefunden wurden, könnten regionalspezifisch sein. "Andere Faktoren sind auch die Ernährung, mit welchen Seifen man sich wäscht und welchen genetischen Hintergrund jemand hat", so Jacob.

Autor: Wolfgang Weitlaner; pressetext.ch; Stand: 30.01.2009

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