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Antibiotika bei Ohrenentzündungen kein Allheilmittel

Die Gesundheit von Tausenden britischen Kindern könnte beeinträchtigt sein, da ihre Ohrenentzündungen nicht richtig behandelt werden. Deafness Research UK argumentiert, dass Antibiotika routinemäßig verabreicht werden aber vielfach nicht entsprechend wirken. Kinder mit beeinträchtigtem Gehör können unter Problemen bei der Entwicklung leiden. Viele Eltern wüssten jedoch nicht, was zu tun ist. RNID betont, dass ein Arztbesuch bei wiederkehrenden Infektionen von entscheidender Bedeutung ist.

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Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie des National Institute for Health and Clinical Excellence geht davon aus, dass rund 200.000 Kinder jährlich immer wieder an einer mittelschweren Ohreninfektion leiden. Dabei handelt es sich normalerweise um eine Mittelohrentzündung. Ian Williamson von der University of Southampton erklärte, dass zu viele praktische Ärzte sich bei der Behandlung auf Antibiotika verließen. Erkrankungen der Ohren und ihre Ursachen würden nicht unbedingt am besten mit diesen Medikamenten behandelt.

Es bestehen laut BBC Bedenken, dass der auch durch das NHS ausgeübte Zeitdruck in Kombination mit dem Mythos vom Allheilmittel Antibiotikum verhindere, dass viele Eltern und Kinder die bestmöglichen Informationen zu Prävention und Behandlung erhielten. Williamson fordert das National Health Service auf, einen ganzheitlicheren Ansatz zu übernehmen. Dieser Ansatz sollte vor allem Kinder mit immer wiederkehrenden Infektionen rasch identifizieren, damit andere Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden können. Dazu gehören unter anderem Röhrchen, die der im Mittelohr angesammelten Flüssigkeit ermöglichen abzufließen.

Werden diese Möglichkeiten bei der Behandlung nicht berücksichtigt, können die Kinder bei der Entwicklung ihrer Sprechfähigkeit beeinträchtigt werden, da sie schlechter hören. Zu viele Antibiotika können zusätzlich zu einem vermehrten Auftreten von resistenten Bakterien und einem Absterben von "guten" Bakterien in Nase und Rachen führen.

Autor: Michaela Mondschein; pressetext.at; Stand: 23.02.2009

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