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Frühgeborene: Überlebenschancen stark verbessert

Die Überlebenschancen von Frühgeborenen haben sich sehr stark verbessert. Das gilt auch für jene Kinder, die extrem früh auf die Welt gekommen sind. Das berichten Wissenschaftler der Lunds Universitet. Rund 70 Prozent der Kinder, die zwischen der 22. und 26. Schwangerschaftswoche geboren werden, erleben heute ihren ersten Geburtstag. Zu verdanken ist das vor allem dem Einsatz der Medizin. Das Team um Karel Marsal schreibt jedoch im Journal of the American Medical Association, dass ihre Untersuchung die größere ethische Frage des medizinischen Eingreifens nicht beantwortet. Mehr als die Hälfte der überlebenden Kinder litten später unter ernsten Gesundheitsproblemen.

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Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf alle Kinder, die in den Jahren 2004 bis 2007 vor der 27. Schwangerschaftswoche geboren wurden. Die perinatale Sterblichkeit lag bei 45 Prozent. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der 1.011 Babys überlebten. Einige starben vor der Geburt, manche während oder unmittelbar nach der Geburt. Von den 707 lebend Geborenen, lebten 70 Prozent am Ende der ein Jahr dauernden Beobachtungsperiode. Diese Zahl ist laut BBC deutlich höher als jene, die in früheren Studien zu finden sind. Die Analyse ergab, dass das Sterberisiko rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr bei den am frühesten Geborenen am höchsten war.

Zum Beispiel erlebten nur zehn Prozent der Kinder, die in der 22. Woche geboren wurden, ihren ersten Geburtstag. Nur eines von zehn Kindern litt nicht unter einer schweren Erkrankung. 53 Prozent der Kinder, die in der 23. Woche geboren wurden und 85 Prozent derer, die in der 26 Woche geboren wurden, erreichten ihren ersten Geburtstag. Fast die Hälfte dieser Kinder litt nicht unter ernsthaften Krankheiten. Medizinisches Eingreifen schien einen entscheidenden Einfluss auf die Überlebenschancen zu haben. Damit könnte auch erklärt sein, warum Schweden so gute Ergebnisse erzielt.

Kinder, die in Krankenhäusern mit sehr guten Intensivstationen und Experten für diesen Bereich geboren wurden, hatten bei aktivem Eingreifen die besten Überlebenschancen. Von den 104 Todesfällen, die zumindest 24 Stunden nach der Einlieferung in eine Spezialabteilung erfolgten, waren 42 auf die Entscheidung zurückzuführen, die Intensivbehandlung aufgrund der schlechten Langzeitprognosen zu beenden. Marsal betonte jedoch, dass ein Eingreifen nicht um jeden Preis durchgeführt werden sollte. Eine endgültige Antwort, wie die Entscheidung im Einzelfall zu treffen sei, habe er nicht. Die Schwangerschaftswoche allein sei nicht ausreichend, um eine sichere Prognose zu erstellen. Aus anderen Studien sei bekannt, dass Frühchen auch im späteren Leben gesundheitliche Probleme haben können. Daher werden die Wissenschaftler die Kinder der aktuellen Studie auch weiter begleiten. 

Autor: Michaela Monschein; pressetext.at; Stand: 05.06.2009

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