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Molkereiprodukte in der Kindheit verlängern Leben

Kinder, die viel Milch, Käse und andere Molkereiprodukte essen, dürfen auf ein längeres Leben hoffen. Für eine Untersuchung wurden 4.374 britische Kinder, die in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts an einer Studie teilnahmen, aufgespürt. Wissenschaftler der University of Bristol und des Queensland Institute of Medical Research haben nachgewiesen, dass jene, die als Kinder viele Molkereiprodukte und Kalzium zu sich genommen hatten, gegen Schlaganfälle und andere Todesursachen geschützt waren. Die Details der aktuellen Studie wurden in dem Fachmagazin Heart veröffentlicht. Trotz des für die Arterien schlechten Fetts und des Cholesterins erhöhte diese Art der Ernährung das Herzrisiko nicht. Damit scheinen sich auch Initiativen wie die der Schulmilch zu legitimieren.

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Die Studie untersuchte die Ernährung der Familien und wies nach, dass mehr Kalzium und vor allem Milch die Sterblichkeit um ein Viertel senkten. Eine höhere tägliche Kalziumzufuhr von mindestens 400 Milligramm, die in etwas mehr als einem Viertelliter Milch enthalten ist, verringerte die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls um 60 Prozent. Diese positiven Auswirkungen wurden bei jenen Mengen beobachtet, die derzeit auch von Experten empfohlen werden. Drei Portionen Molkereiprodukte, zum Beispiel 200 Milligramm Milch, ein Becher Joghurt und ein kleines Stück Käse, liefern bereits jene Menge Kalzium, die ein Mensch durchschnittlich pro Tag braucht.

Andere Faktoren dürften ebenfalls eine Rolle spielen. Die Wissenschaftler haben laut BBC berücksichtigt, dass die Kinder, die die meisten Molkereiprodukte zu sich nahmen, auch aus besser situierten Familien stammten und allgemein besser ernährt waren. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass viel Kalzium gut für den Blutdruck ist. Hoher Blutdruck über längere Zeit seinerseits erhöht das Risiko eines Schlaganfalls. Molkereiprodukte dürften über ein Hormon, den Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor IGF-1, auch das Herz und den Kreislauf beeinflussen. Bei Erwachsenen werden hohe IGF-1-Werte mit weniger Herzversagen und Todesfällen durch Herzerkrankungen in Zusammenhang gebracht.

Autor: Michaela Monschein; pressetext.de; Stand 29.07.2009

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