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Gamer neigen zu Depressionen und Fettleibigkeit

Nutzer von Videospielen sind in einem tendenziell schlechteren Gesundheitszustand als Nicht-Spieler. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), bei der 500 Erwachsene zwischen 19 und 90 Jahren zu ihrem Nutzungsverhalten und ihrem allgemeinem Gesundheitszustand befragt wurden. Die Umfrage wurde im Gebiet um Seattle und Tacoma im US-Bundesstaat Washington durchgeführt, da es den höchsten Internetnutzungslevel in den USA aufweist. Die Probanden mussten dabei Angaben zu ihrer Gefühlslage, ihrer Persönlichkeit, ihrem physischen und psychischen Gesundheitszustand, zu ihrem Body-Mass-Index (BMI) und zu ihrer Lebensqualität machen. Den Studienergebnissen zufolge neigen Gamer demnach eher an Fettleibigkeit und Depressionen als Personen, die auf Videospiele verzichten.

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Unter den 500 Untersuchten gaben rund 45 Prozent an, Videogames zu spielen. Das Durchschnittsalter eines Videogamers lag dabei bei 35 Jahren. "Die Spieler haben sich von den Nicht-Spielern durch spezielle Gesundheitsrisikofaktoren, wie höhere Body-Mass-Indizes und einer höheren Anzahl an Tagen, an denen sie in schlechter Gemütsverfassung waren, unterschieden", berichtet James B. Weaver von den CDC. "Videospieler sind zudem weniger extrovertiert. Dies geht auch mit Erkenntnissen aus der Jugendforschung konform, wonach jugendliche Gamer ihr Leben vorwiegend im Sitzen verbringen und zu Übergewicht neigen."

Weibliche Gamer werden eher depressiv und sind tendenziell in einem schlechteren Gesundheitszustand als Videospiel-abstinente Frauen. Bei männlichen Spielern hingegen war besonders ein höherer Body-Mass-Index (BMI) und niedrigere Lebensqualität im Vergleich zu Nicht-Spielern festzustellen, berichten die Studienautoren.

Die Entstehung von Depressionen und anderen Erkrankungen der Psyche allein auf die Nutzung von Videogames zurückzuführen, ist jedoch keine zulässige Konsequenz dieser Studie, da bei diesen Leiden mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Eine Person, die ohnehin bereits an einer Depression leidet, könnte schließlich erst dadurch zum Videospielen gekommen sein. Die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei kommt folglich auch hier zum Tragen. Einen Beweis für die Wechselwirkung von körperlich-seelischen Beeinträchtigungen und der Videospielnutzung bleibt die Wissenschaft jedenfalls weiterhin schuldig. Die Studie von CDC bestätigt jedoch den Trend, wonach das Durchschnittsalter eines "Daddlers" immer höher wird.

Autor: Jörg Tschürtz; pressetext.at; Stand: 18.08.2009

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