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Neue krebserregende Chemikalien in Kautabak entdeckt

Die Entdeckung einer Reihe neuer krebserregender Chemikalien in Kautabak hat die Vermutung bestätigt, dass es sich dabei um keine "sichere" Alternative zu Zigaretten handelt. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs), Chemikalien, die den Rauch von Zigaretten und Holzfeuer kontaminieren, wurden bisher nicht in Kautabak oder ähnlichen Produkten vermutet. Grund dafür ist, dass der Tabak nicht geraucht, sondern zwischen Lippe und Zahnfleisch geschoben wird. Wissenschaftler der University of Minnesota haben jetzt aber nachgewiesen, dass beliebte feuchte Snuff-Produkte, die in den USA verkauft werden, mindestens 22 PAHs enthalten. Verantwortlich dafür ist wahrscheinlich, dass der Tabak während der Verarbeitung dem Rauch von Holz ausgesetzt wird.

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Snus wird vor allem in Nordamerika und Skandinavien konsumiert. Innerhalb der EU ist er in allen Ländern außer Skandinavien verboten. Eine typische Portion enthält genauso viel PAHs wie fünf Zigaretten, erläuterte die Wissenschaftlerin Irina Stepanov auf der Jahresversammlung der American Chemical Society. Der Konsum von feuchtem Snuff, der sich in den USA zwischen 1986 und 2005 verdoppelt hat, wurde laut NewScientist mit einem erhöhten Risiko von Mund- und Bauchspeicheldrüsenkrebs in Zusammenhang gebracht. Die PAHs erweitern die 28 bisher identifizierten krebserregenden Chemikalien, inklusive Nikotin und Nitrosamine, die bisher schon in diesen Produkten gefunden wurden.

Laut David Hammond von der University of Waterloo birgt der Konsum derartiger Tabakprodukte ernsthafte Risiken. Der Experte warnt jedoch, dass das Rauchen von Zigaretten trotzdem das höchste Krebsrisiko in sich birgt.

Autor: Michaela Monschein; pressetext.at, Stand: 19.08.2009

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