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Sport hält das Gehirn fit

Regelmäßiger Ausdauersport fördert nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern schützt auch vor Alzheimer, Depression und Schlaganfall. Zu diesem Schluss kommen Mediziner bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Nürnberg. Neueste Studien zeigen, dass die Schutzwirkung für eine Vielzahl von Erkrankungen mit der Dauer der regelmäßigen Aktivität steigt. "Es lohnt sich in jedem Lebensalter, mit Sport anzufangen. Sportliche Betätigung steigert das Wohlbefinden, verringert zahlreiche Risikofaktoren für Gefässerkrankungen und stellt eine gute Altersvorsorge dar. Bei älteren Menschen werden kognitive Fähigkeiten gestärkt und auch die Zahl der Stürze nimmt ab, die häufig für Oberschenkelhalsbrüche und damit verbundene Bettlägerigkeit verantwortlich sind", betont die Neurologin Barbara Tettenborn vom Kantonsspital St. Gallen.

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Es gibt immer mehr Hinweise dafür, dass Sport auch der Denkleistung eines Menschen zugute kommt. So erkrankten in einer länger dauernden Untersuchung von 1.800 Senioren in New York diejenigen am seltensten an Demenz, die regelmäßig Sport betrieben. "Das könnte neben dem günstigeren Blutdruck von Sportlern auch auf die Tatsache zurückgehen, dass Bewegung die Grauen Zellen in bestimmten Regionen des Gehirns weniger stark abnehmen lässt", so Tettenborn. Eine weitere Studie konnte zeigen, dass auch ältere Menschen weitaus besser in kognitiven Tests abschnitten, wenn sie eine Stunde zuvor Sport betrieben hatten. Hier dürfte auch die durch Bewegung verbesserte Hirndurchblutung im Spiel sein, deren Bedeutung schon früher gezeigt wurde. Diese könnte auch am Wohlgefühl nach dem Sport beteiligt sein. "Wer sich zum Sport aufrafft, obwohl er anfangs keine Lust dazu hat, fühlt sich nachher meist wohler. Das dürfte nicht nur auf die oft ins Spiel gebrachten Glückshormone zurückgehen, da diese - wenn überhaupt - erst nach sehr lange betriebenen Sport ausgeschüttet werden", vermutet die Neurologin.

Die Frage nach der idealen Sportart scheidet die Geister. "Ausdauersport wird allgemein als günstig angesehen. Bisherige Studien beschränken sich jedoch meist auf Läufer", so Tettenborn. Die große 'National Runners'-Studie in den USA konnte etwa feststellen, dass Männer, die täglich acht Kilometer laufen, ein um 70 Prozent niedrigeres Schlaganfall-Risiko haben als wenn die Laufstrecke nur zwei Kilometer beträgt. "Ob das jedoch auch optimal für Knie- und Fußgelenke ist, kann man bezweifeln. Besser für den Körper scheint eine Verbindung mehrerer Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen und Laufen." Man solle dabei achten, während des Trainings im aeroben Bereich zu bleiben. Praktisch heisst das, dass der Puls den Wert von etwa 140 nicht längere Zeit überschreiten sollte und eine Unterhaltung beim Laufen noch möglich ist, wobei hier allerdings individuelle, teils altersabhängige Unterschiede bestehen. "Vor allem muss Sport jedoch Spaß machen", empfiehlt die St. Gallener Medizinerin.

Autor: Johannes Pernsteiner; pressetext.ch; Stand: 29.09.2009

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