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Wirksamer HIV-Impfstoff noch in weiter Ferne

Erneute Tests eines HIV-Impfstoffes haben ergeben, dass hierbei tatsächlich Hinweise auf eine schützende Wirkung vorliegen. Im vergangenen Monat hatten Wissenschaftler angekündigt, dass eine Kombination von Impfstoffen einen Schutz von rund 31 Prozent ergeben würde. Ein echter HIV-Impfstoff liegt jedoch immer noch in weiter Ferne, denn ein Durchbruch sei die Entwicklung noch nicht, so Experten.

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Der Impfstoff wurde an 16.000 heterosexuellen Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren getestet. Allerdings wurden wiederholt Zweifel an der Aussagekräftigkeit dieser Ergebnisse geäußert. Neue, auf der Aids Vaccine 2009 in Paris veröffentlichte Daten weisen nun aber darauf hin, dass diese Ergebnisse sicher und statistisch signifikant sind.

Fortschritt, aber kein Durchbruch

Die Wissenschaftler geben zu, dass sie nicht wissen, was die Wirkung hervorruft und dass Menschen mit dem höchsten Risiko weniger geschützt zu sein scheinen. Trotz dieser Nachteile ist es für Colonel Nelson Michael vom U.S Military HIV Research Programm ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Es sei wichtig, dass die Menschen verstünden, dass es ein wissenschaftlicher Forschritt sei. Es handle sich aber nicht um einen Durchbruch für das Gesundheitswesen. Ein Impfstoff sei nicht in unmittelbarer Reichweite. Nach 26 Jahren Arbeit glaube man allerdings, diesen Weg weiterverfolgen und einen Impfstoff entwickeln zu können, der weltweit eingesetzt werden kann.

Trotz der anfänglichen Beigeisterung über die Ergebnisse, waren viele Wissenschaftler darüber besorgt, dass die schützende Wirkung relativ gering war. Von den 8.000 Geimpften wurden 51 mit HIV infiziert. Bei der Gruppe, die ein Blindpräparat erhielt, wurden 74 infiziert. Die Finanziers des Tests, das US-Militär und die thailändische Regierung erklärten jedoch, dass die Schutzwirkung von 31,2 Prozent signifikant und wahr sei.

Stabilität der Wirkung bezweifelt

Als langsam weitere Daten bekannt wurden, äußerten Wissenschaftler Zweifel über die Stabilität dieser Wirkung. Als die Daten all jener, die nicht alle Impfungen genommen hatten, ausgeschlossen wurden, verloren sie ihre statistische Aussagekraft. Viele Experten waren besorgt, da die Daten nicht sehr gründlich von anderen Forschern überprüft worden waren.

Überprüfung nun nachgeliefert

Diese Überprüfung hat jetzt stattgefunden. Sie liefert Hinweise darauf, dass die ursprünglichen Ergebnisse ihre Gültigkeit behalten. Es gibt laut BBC-Reporter Matt McGrath jedoch mehr Fragen als Antworten. Die Wissenschaftler stützten ihre Schlussfolgerungen auf die Analyse der Daten aller Studienteilnehmer. Ausgenommen wurden nur jene sieben Personen, bei denen am ersten Tag des Tests eine Infektion festgestellt worden war.

Zusätzlich wurden die Ergebnisse von zwei weiteren Überprüfungen des Tests veröffentlicht, bei denen all jene ausgeschlossen wurden, die nicht alle Medikamente eingenommen hatten. Eine Wirkung wurde in beiden Fällen nachgewiesen. Sie war jedoch statistisch nicht von Bedeutung.

Die Aufregung bei den bei der Konferenz anwesenden Wissenschaftlern war groß.
Nicola Frahm vom HIV Vaccines Trials Network betonte, dass Hoffnung bestehe, dass ein Impfstoff eine Ansteckung verhindern kann. Das Signal dafür sei sehr schwach. Andererseits sei erstmals überhaupt eine Wirkung nachgewiesen worden. Die entscheidende Frage sei jedoch, wie groß die Aussagekraft ist. Zu 95 Prozent sei sicher, dass es sich um keinen Zufall, sondern um eine reale Wirkung handle.

Autor: Michaela Monschein; pressetext.at; Stand: 21.10.2009

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