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Verlegung der Patienten fördert MRSA-Verbreitung

Die Ausbreitung von multiresistenten Staphylococcus-aureus-Stämmen wird vor allem durch die Verlegung von Patienten zwischen Krankenhäusern begünstigt. Zu diesem Ergebnis ist ein Forscherteam unter der Leitung von Hajo Grundmann vom Universitair Medisch Centrum Groningen gekommen. Die Wissenschaftler fordern, dass Menschen stärker überprüft werden, die wiederholt in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden, um diesen Übertragungszyklus zu durchbrechen. Sie gehen davon aus, dass damit schließlich auch ein Beitrag zur Ausrottung von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) geleistet werden kann. Details der Untersuchung wurden in PloS Medicine veröffentlicht.

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Die aktuellen Schlussfolgerungen beruhen auf einer groß angelegten Studie der geografischen Positionierung von verschiedenen MRSA-Stämmen in 26 europäischen Ländern. Ziel war es, mehr über die Verteilung verschiedener Stämme zu erfahren und so mehr über die Ausbreitung der Infektionen. Grundmann betonte, dass es sich zu seiner großen Überraschung herausgestellt hat, dass die MRSA-Stämme über eine geografische Konzentration verfügen. Daraus schloss der Wissenschaftler, dass die Verbreitung nahelege, dass die Übertragung eher über Patienten geschieht, die in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden als innerhalb des engeren Umfelds.

Maßnahmen gegen MRSA-Verbreitung

"MRSA scheint von Patienten verbreitet zu werden, die zwischen verschiedenen Krankenhäusern hin und her überwiesen werden. Dabei handelt es sich oft um gebrechliche ältere Menschen mit langfristigen Gesundheitsproblemen." Entscheidend sei, dass ausgehend von dieser Erkenntnis, konkrete Maßnahmen ergriffen werden könnten. Die Betroffenen sollten identifiziert und auf MRSA hin untersucht werden. Durch die Behandlung der Infizierten sollte sich in der Folge auch die Ausbreitung von MRSA einschränken lassen.

Analyse in 450 Krankenhäusern

Für die Studie wurden Proben aus 450 europäischen Krankenhäusern analysiert. Mediziner werden laut BBC eine interaktive Karte nutzen können, die auch öffentlich ist. Sie liefert Informationen über die MRSA-Stämme in verschiedenen Regionen. Dieses Forschungsprojekt sei eine Meisterleistung, betonte Richard James, der Direktor des Centre for Healthcare Associated Infections an der University of Nottingham. Er fügte jedoch hinzu, dass sie nur wenige neu in der Gemeinschaft erworbene Stämme gefunden habe, da man sich auf invasive Infektionen konzentriert habe. Diese MRSA-Stämme führten vor allem bei jüngeren Menschen, die wenig Kontakt mit dem Gesundheitssystem haben, zu Infektionen.

Autor: Michaela Monschein; pressetext.at; Stand: 12.01.2010

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