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Viehzucht-Antibiotika machen Menschen resistent

Infektionen im Harnweg sind immer schwerer zu behandeln, da Patienten zunehmend resistent gegenüber den geläufigen Antibiotika sind. Zuspitzen dürfte sich dieses Problem durch den übermäßigen Gebrauch von Antibiotika in der Viehzucht, berichten Wissenschaftler der Universität Hong Kong. Sie haben Hinweise dafür, dass resistente tierische Gene auf den Menschen übertragen werden. 

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In der Studie konnten die Wissenschaftler bei vier Fünftel aller untersuchten Stuhlproben, sowohl von Mensch als auch Tier, das Gen namens aacC2 nachweisen. Dieses Gen macht den wichtigsten Harnwegsinfekt-Verursacher, das Escherichia coli-Bakterium, resistent gegenüber dem Antibiotikum.

Die resistenten Gene gelangen über die Nahrungskette, durch direkten Kontakt oder durch verschmutztes Wasser vom Tier in den Menschendarm. "Wenn die Resistenz-Gene in die Bakterien gelangen, die Infektionen beim Menschen auslösen, erschwert das die Behandlung von Erkrankungen noch zusätzlich", so die Forscher.

Genau wie beim Mensch stellt auch bei Tieren die Antibiotika-Resistenz ein großes Problem dar und so gilt es als wahrscheinlich, dass eine Resistenz der Tiere auf den Menschen übertragen werden kann.

Den bisher wichtigsten Nachweis für die Übertragung von Resistenzen zeigte eine Untersuchung von Harnwegsinfekten bei Frauen in den USA. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass die Infekte auf denselben resistenten Stamm zurückgehen, dessen Herkunftsort der Rindermagen ist. Die Forscher betonen, dass man sich nicht davor schützen kann, da es ein Phänomen der Nahrungsmittelkette sei.

Autor: Johannes Pernsteiner, pressetext.com; Stand 19.05.2010

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