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Tuberkulose-Test: Ergebnis innerhalb einer Stunde

Wissenschaftler der Health Protection Agency (HPA) haben laut eigenen Angaben einen ultrasensitiven Test entwickelt, der Tuberkulose-Bakterien innerhalb einer Stunde nachweisen kann. Das Team um Cath Arnold geht davon aus, dass der Test alle Bakterienstämme nachweisen kann. Damit sollten das Auftreten und die Auswirkungen dieser Krankheit weltweit eingeschränkt werden können.

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Für den Standard-Test wird aus den Lungen abgehusteter Schleim in einer Bakterienkultur untersucht. Es kann bis zu acht Wochen dauern, bis es zu einer Diagnose kommt. In der Zwischenzeit kann es zu zahlreichen weiteren Infektionen kommen. Ein weiterer, schnellerer Test, sucht nach dem Antigen, das in vielen der Bakterienstämme vorkommt. Laut HPA besteht hier die Gefahr, dass nicht alle Infektionen erkannt werden.

Genetischer Marker

Der neue Test konzentriert sich auf einen bestimmten Bereich der DNA innerhalb der Bakterien, der - so die Wissenschaftler - bei allen Stämmen vorhanden ist. Nachdem die Probe entnommen ist, wird die Menge der DNA mittels Polymerase-Kettenreaktion vergrößert und dann die genetische Signatur identifiziert. Laut Arnold wird nach einem genetischen Marker gesucht, der wirklich bei allen Bakterienstämmen vorhanden ist.

Die Wissenschaftlerin ist zuversichtlich, dass auch kleinste Mengen erkannt werden können. Bisherige Tests haben laut BBC ergeben, dass der neue Test so genau ist wie der beste Test, der mit einer Bakterienkultur durchgeführt werden kann. Es seien jedoch noch einige Weiterentwicklungen erforderlich, bis der Test auf den Markt gebracht werden kann.

Die Entwicklung des neuen Tests wird nur wenige Wochen nach der Publikation eines weiteren im New England Journal of Medicine bekannt gemacht. Der Xpert MTB/RIF-Test soll laut seinen Entwicklern in weniger als zwei Stunden ein Ergebnis liefern. Zusätzlich soll es möglich sein, Resistenzen gegen Medikamente festzustellen.

Ein Drittel der Weltbevölkerung infiziert

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 2008 weltweit rund 1,3 Mio. Menschen an Tuberkulose gestorben. Die WHO schätzt, dass derzeit rund ein Drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkulose infiziert ist. Nur fünf bis zehn Prozent der Betroffenen erkranken oder werden infektiös. HIV-Infizierte, die mit diesen Bakterien angesteckt wurden, erkranken viel eher an Tuberkulose.

Autor: Quelle: Pressetext.at, Michaela Monschein, Stand 15.09.2010

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