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Weltosteoporosetag 2010 im Zeichen des Wirbelbruchs

In Deutschland leben derzeit 1,8 Millionen mit Wirbelfrakturen, die im Extremfall zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule und gebeugter Haltung, dem so genannten "Witwenbuckel", führen können. Und so stellt die International Osteoporosis Foundation IOF den heutigen Weltosteoporosetag unter das Motto "Beug Dich nicht der Osteoporose - Beachte die ersten Anzeichen!". Pünktlich zu diesem Anlass haben medizinische Experten und der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose BfO den ersten Wirbelbruch-Fragebogen in deutscher Sprache entwickelt. Diese klärt über verbreitete Irrtümer zum Volksleiden und seine vermeidbaren Folgen auf: "Die Checkliste soll Patienten darin unterstützen, sich und dem Arzt die richtigen Fragen zu stellen, damit Brüche in Zukunft häufiger erkannt und richtig behandelt werden", erklärt Professor Thomas Blattert, Chefarzt der Fachklinik Schwarzach für Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule, Mitentwickler des Fragebogens.

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Fragebogen bereitet optimal auf den Arztbesuch vor

Um auf Patientenseite das Bewusstsein für das eigene Wirbelbruchrisiko zu schärfen, soll der Fragebogen erste Aufschlüsse zur eigenen Gefährdung geben. Wer sein Risiko prüfen will wird darin neben persönlichen Gesundheitsdaten gezielt nach Anzeichen und Ausprägung einer möglichen Osteoporose bzw. den damit einhergehenden Wirbelkörperbrüchen gefragt. Dies hilft dem Patienten, seinen Gesundheitszustand einzuschätzen und ermöglicht dem Arzt eine schnellere und genauere Diagnose. Vor allem hilft die Liste Betroffenen, erste Symptome frühzeitig richtig zu deuten. Denn die Warnzeichen des Körpers lassen sich gezielter wahrnehmen, wenn man bewußt in sich hineinhorcht. Erhältlich ist der Fragebogen auf der Internetseite der IOF (International Osteoporosis Foundation).

Gute Behandlungsmöglichkeiten bei rechtzeitiger Erkennung

Zu Wirbelkörperfrakturen kommt es in den meisten Fällen durch alltägliche Belastungen wie Bücken, Heben oder rasches Drehen, nur in einem Viertel der Fälle sind Stürze involviert. Die als Bandscheibenleiden und Hexenschuss verkannten Brüche haben oftmals einen verheerenden Einfluss auf die Lebensqualität durch chronische Schmerzen oder eine Rückgratverkrümmung. "Die Checkliste soll deutlich machen, dass eine schnelle Abklärung der Beschwerden notwendig ist, damit Patienten eine echte Wahl zwischen den unterschiedlichen Therapieformen haben", so Orthopäde und Chirurg Professor Blattert. Als konservative Verfahren haben sich, vor allem in den ersten Wochen nach dem Bruch, Physiotherapie, die Anwendung schmerzlindernder Medikamente und das Tragen von Miedern bewährt. Bei anhaltendem Schmerz können verschiedene operative Verfahren in Betracht gezogen werden, zum Beispiel die Ballon-Kyphoplastie. Daneben ist die Behandlung der Grunderkrankung Osteoporose durch ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, Vermeidung von Untergewicht und Nikotin, Training der Muskelkraft und gegebenenfalls durch spezielle Osteoporose-Medikamente unbedingt erforderlich. Die "jungen Alten" - Folgen des demographischen Wandels Die Häufigkeit von Osteoporose und ihrer Komplikationen wird durch den demographischen Wandel weiterhin drastisch zunehmen. Auch sind ältere Menschen heute wesentlich aktiver und haben Anspruch auf optimale Behandlung, die ihnen Lebensqualität bis ins hohe Alter ermöglicht. Die körperlichen Einschränkungen durch einen Wirbelbruch sind nicht naturgegeben. "Ab 70 sind wir alle hoch gefährdet, aber es ist nie zu spät, etwas zu tun. Mit der Initiative möchten wir dieser "stillen Krankheit" eine Stimme geben und Betroffenen frühzeitig helfen", kommentierte die bekannte TV-Ärztin Dr. Antje-Katrin Kühnemann, Schirmherrin der Initiative, die Aktion zum Welt-Osteoporose-Tag.

Autor: Quelle: Initiative "Jetzt gerade! Auf den Wirbel kommt es an", Stand 20.10.2010

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