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Impfung gegen mögliche H2N2-Pandemie gefordert

Regierungen sollten Impfprogramme gegen eine mögliche Pandemie des Grippevirus H2N2 einführen. Das fordern Wissenschaftler des Vaccine Research Centre im Magazin Nature. Das Team um Gary Nabel argumentiert, dass die Immunität bei Menschen unter 50 Jahren sehr gering ist. Einen sicheren Impfstoff gibt es bereits seit den Ausbrüchen in den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Finden die Impfungen jetzt statt, könnten dadurch beim Auftreten einer Pandemie Milliarden Dollar gespart werden.

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Nabel geht davon aus, dass H2N2 genauso eine Pandemie verursachen kann wie H1N1 im Jahr 2009. Es wird angenommen, dass H2N2 zwischen 1957 und 1968 bei einem weltweiten Ausbruch bis zu vier Mio. Todesopfer gefordert hat. Als die Pademie vorbei war, wurden auch die Impfprogramme in den späten 60er-Jahren gestoppt. Das Virus ist jedoch auch heute noch bei Vögeln und Schweinen vorhanden.

Keine Immunität bei jungen Menschen

Ältere Menschen wurden gegen das Virus geimpft. Die Jüngeren jedoch nicht, daher sind sie auch besonders anfällig. Die Wissenschaftler untersuchten zwischen 2003 und 2007 die Immunität bei 90 Personen. Diese Studie legt nahe, dass Menschen unter 50 Jahren eine geringe oder gar keine Immunität haben. Bei den Älteren nimmt die Immunität drastisch zu. Das Team argumentiert, dass der damals entwickelte Impfstoff auch heute noch wirksam wäre und dass die Regierungen ihn für ein präventives Impfprogramm einsetzen sollte.

Ein Ansatz könnte sein, den 1957 zugelassenen Impfstoff herzustellen und einen so großen Teil der Weltbevölkerung zu immunisieren, dass für den Rest eine Herdenimmunität besteht. Erreicht werden könnte das durch eine einmalige Kampagne bei Erwachsenen und Kindern. Das sei viel billiger als den Impfstoff zu lagern oder mit der Herstellung bis zu einer Pandemie zu warten. Die Centers for Disease Control and Prevention gehen davon aus, dass eine Pandemie in Amerika Kosten in der Höhe zwischen 71 und 167 Mrd. Dollar verursachen würde.

Akzeptanz in der Bevölkerung

Wendy Barclay vom Imperial College räumt laut BBC ebenfalls ein, dass es bei H2 die reale Gefahr einer Pandemie gibt, genauso wie bei anderen Stämmen der Vogelgrippe. Es sei jedoch sehr fraglich, wie die Bevölkerung auf ein derartiges Impfprogramm reagieren würde. Nabel schreibe selbst, dass zu fragen sei, ob eine Impfung gegen eine Krankheit, die derzeit gar nicht existiert, akzeptiert werden würde. 

Autor: pressetext.de, Michaela Monschein (Stand: 10.03.2011)

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