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HRW: China vertuscht Bleivergiftungen bei Kindern

pixelio.de (Sawluk) © pixelio.de (Sawluk)

China hat versucht, das Ausmaß der Bleivergiftungen bei Kindern zu vertuschen. Zusätzlich hätten die Behörden effektive Tests und eine Behandlung verhindert wollen. Diese Anschuldigungen gehen aus einer Studie von Human Rights Watch (HRW) hervor. Demnach haben lokale Behörden in schwer belasteten Industrieregionen kranke Kinder wieder zurück nach Hause geschickt. In den Provinzen Henan, Yunnan, Shaanxi und Hunan werde jeder, der sich beschwert, schikaniert. China hat laut BBC versprochen, die Dauerbelastung durch Schwermetalle zu verringern. Die Berichte von Vergiftungen bleiben. Hunderttausende Kinder leiden laut Studie an einer Bleivergiftung.

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Patienten werde das Recht auf Tests und medizinische Hilfe verweigert. HRW betont, dass die chinesische Regierung eine entsprechende Reaktion auf dieses gravierende Problem nicht weiter hinauszögern darf. Das Wirtschaftswachstum und die Gesundheitsversorgung wären sonst in Gefahr. Laut Joe Amon werde Kindern mit gefährlich hohen Bleiwerten im Blut die Behandlung verwehrt und sie einfach wieder zurück in ihre bleiverseuchten Häuser zurückgeschickt. Eine direkte Reaktion der chinesischen Regierung auf diese Vorwürfe ist bis jetzt nicht erfolgt.

Eltern sind meist ahnungslos

Die aktuelle Studie basiert auf Interviews mit 52 Eltern und Großeltern deren Kinder oder Enkel an Bleivergiftung leiden, sowie auf Gesprächen mit fünf Journalisten, die über dieses Thema berichtet haben. Bleivergiftung wird häufig durch Anlagen verursacht in denen Blei geschmolzen oder wiederverwertet wird. Vor kurzem kam es in einer Firma die Alufolie herstellt zu ähnlichen Problemen.

Es zeigte sich, dass die Eltern oft wenig Ahnung haben, warum ihre Kinder nicht normal wachsen, an Anämie leiden oder ihr Gehör verlieren. "Sie wissen einfach nicht, was passiert," erklärte Amon gegenüber der BBC. "Sie brachten ihre Kinder ins Krankenhaus. Dort wurde ihnen gesagt, sie lebten zu weit von der Fabrik entfernt, um Tests durchzuführen. Oder man sagte ihnen, dass die Kinder zwar Blei im Blut hätten man aber nichts dagegen unternehmen könnte."

In diesem Jahr wurden bereits einige Batteriefabriken geschlossen. Rund 74 Personen wurden nach Berichten inhaftiert, laut denen mehr als 100 Menschen an Blei- und Kadmiumvergiftungen litten. Bei einem weiteren Vorfall in Zhejiang waren mehr als 600 Menschen, unter ihnen auch mehr als 100 Kinder, betroffen. Sie erlitten durch die Herstellung von Alufolie ebenfalls Vergiftungen.

Autor: pressetext.de, Michaela Monschein (Stand: 16.06.2011)

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