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Tipp des Tages

Fettleber: Schnelles Handeln rettet das wichtige Organ

Eine normale Leber ist rund 1,4 kg schwer und damit eines unserer größten Organe. Eine Fettleber kann sogar das Doppelte auf die Waage bringen. Während das Innere einer normalen Leber zu nur fünf Prozent aus Fett besteht, sind es bei der Fettleber mehr als 50 bis hin zu 90 Prozent. Hier ist das Gleichgewicht zwischen der Zufuhr von Fetten und ihrem Abbau bzw. Abtransport gestört. Dies kann eine Vorstufe zur lebensbedrohlichen Schrumpfleber sein. Auch vorher ist Vorsicht geboten: Eine Fettleber kann selbst gängige Medikamente wie Paracetamol oder Marcumar schlechter abbauen. Im schlimmsten Fall kommt es bei der Einnahme dieser Medikamente dann zu dramatischen Folgen: Die Leberzellen sterben ab, die Leber fällt zusammen und versagt. Dies haben Wissenschaftler aus Essen gerade entdeckt.

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So entsteht eine Fettleber

Eine Leber hat vier Hauptaufgaben: Sie muss Schadstoffe entgiften, lebenswichtige Substanzen speichern, Fette verbrennen, sowie Cholesterin und Gallensäure herstellen. Bei so vielen Aufgaben kann es vorkommen, dass sie überlastet ist. Zum Beispiel nach einem schönen Abendessen, in dessen Verlauf viel Alkohol getrunken wird. Um den abzubauen, braucht die Leber Sauerstoff, den sie aus dem großen Blutkreislauf bezieht. Nach einem Essen werden ihr aber auch jede Menge Fette zum Verbrennen zugeführt.

Auch dafür braucht sie Sauerstoff. In dem Fall entscheidet sich die Leber, zuerst ihre Entgiftungsarbeit zu verrichten. Die Fette kann sie nämlich einlagern, ohne dass dem Körper zunächst Gefahr droht. Geschieht dies regelmäßig, bildet sich eine Fettleber. Außerdem kann der Alkohol einzelne Bestandteile der Leberzellen schädigen. Die Folge davon sind Veränderungen im Stoffwechsel, die zur Störung der Fettabsonderung aus den Leberzellen führen. Das Ergebnis auch von diesem Vorgang: Die Fette verbleiben in den Leberzellen.

Dies sind die Risikofaktoren

Bei 50 Prozent aller Menschen, die an einer Fettleber leiden, ist der Grund ein zu üppiger Alkoholgenuss. Darüber hinaus sind 30 Prozent der Menschen mit einer Fettleber zu dick. Hier wird die Leber durch das erhöhte Fett- bzw. Kohlenhydratangebot aus der Nahrung überfordert. Besonders leberschädigend ist das Fast-Food-Essen. Selbst wenn kein Alkohol hinzukommt, werden die Fette eingelagert statt abgebaut. Die dritte große Ursache für eine Leberverfettung ist bei uns der Diabetes mellitus.

Dabei finden ähnliche Veränderungen in den Leberzellen wie bei der alkoholbedingten Fettleber statt. Das gleiche gilt für die restlichen Ursachen, wie bestimmte Stoffwechselstörungen, Gifte oder Medikamente mit den Wirkstoffen Kortison und Tetrazyklin. Übrigens kann die Leberverfettung genauso auch bei Magersucht und Mangelernährung auftreten. Grund ist der Eiweißmangel, der zu einer verstärkten Einlagerung von Fetten in die Leber führt.

Schnelle Therapie vonnöten

Stellt der Arzt eine Fettleber fest (siehe unten), ist es wichtig, schleunigst zu handeln. Denn die Leber kann sich durch die anhaltende Überlastung entzünden. Dabei gehen Zellen zugrunde. Aus der vergrößerten Fettleber wird dann eine vernarbte Schrumpfleber (Zirrhose), die ihre Aufgaben nicht mehr ausführen kann. Doch so weit muss es nicht kommen. Eine Fettleber lässt sich zwar nicht medikamentös behandeln. Wer das Organ schont, hat aber gute Chancen, gesund zu werden. Das heißt: auf Alkohol verzichten, einen Diabetes richtig einstellen, langsam abspecken und die unverträglichen Medikamente austauschen. Der beste Schutz gegen eine Fettleber ist ein gesunder Lebensstil.

Das sind die Warnzeichen

Eine Fettleber ruft leider meist keine Symptome hervor. Die Betroffenen klagen höchstens über ein Druckgefühl im rechten Oberbauch und über ein Völlegefühl. Dies kommt daher, dass die Leber durch die Fetteinlagerung prall wird und sich vergrößert. Dies kann der Arzt gut von außen durch die Bauchwand tasten. Eine Ultraschalluntersuchung wird die Lebervergrößerung bestätigen. In schweren Fällen punktiert der Arzt die Leber dann noch. Dies geschieht in örtlicher Betäubung. Mit einer speziellen Nadel sticht er in die Leber und entnimmt ein Stück Gewebe. Hier kann er erkennen, ob die Fettleber schon in eine Leberentzündung (Fettleberhepatitis) übergegangen ist.

Hierbei leiden die Patienten meist zudem unter Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Bauchschmerzen und Gelbsucht. Auch kommt es zur Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle (Bauchwassersucht oder Aszitis). Wenn sich eine Fettleber einmal so weit entwickelt hat, kann der Untergang der Leber meist kaum mehr aufgehalten werden. Dies ist dann die lebensgefährliche Leberzirrhose. Deswegen ist es wichtig, dass Sie auf die Warnung Ihres Arztes hören, sollte er Anzeichen einer Fettleber bei Ihnen entdeckt haben. Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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