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Tipp des Tages

Kurz- und weitsichtig: 60 Prozent haben ein Problem mit den Augen

Haben Sie schon einmal eine Lupe zwischen Sonnenlicht und ein Blatt Papier gehalten? Je nachdem, wie weit die Lupe von dem Papier entfernt ist, bildet sich entweder ein verschwommener heller Fleck oder ein strahlend weißer Punkt ab. Denn die Lupe ist gewölbt und kann deshalb die parallel verlaufenden Lichtstrahlen bündeln, sodass sie irgendwann in einem Punkt zusammentreffen. Mit unserer Augenlinse verhält es sich ähnlich: Die Lichtstrahlen fallen parallel durch Hornhaut und Pupille ins Auge ein, wo sie auf die Augenlinse treffen. Hier wird das Licht gebündelt und im Augenhintergrund genau auf der Netzhaut vereinigt. Damit das Bild hier immer scharf ankommt, kann sich die Augenlinse verstellen. Bei weit entfernten Objekten ist sie fast flach. Die Muskeln, die sie bewegen, sind entspannt. Rücken Objekte näher vor das Auge, straffen sich die Muskeln und die Linse wölbt sich.
Sind diese einzelnen Teile des Auges nicht exakt aufeinander abgestimmt, werden die Bilder auf der Netzhaut unscharf. Dann entstehen u. a. Kurz- und Weitsichtigkeit.

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Ursachen Kurzsichtigkeit

Am häufigsten kommt es zu einer Kurzsichtigkeit (medizinisch: Myopie), wenn der Augapfel überdurchschnittlich lang ist. Dies entsteht meist durch Vererbung oder durch eine Frühgeburt und entwickelt sich in den ersten drei Lebensjahrzehnten. Es ist allerdings auch möglich, dass Hornhaut oder Linse zu stark gewölbt sind und von daher einen zu starken Brechwert besitzen. Auch dies ist angeboren, kann aber auch durch einen grauen oder grünen Star entstehen. Beim grünen Star ist der Augeninnendruck zu groß und verändert dadurch die Wölbung der Linse. Beim grauen Star ist der Linsenkern getrübt, was die Brechzahl der Linse erhöht. Außerdem überlegen die Forscher immer wieder, ob intensive Naharbeit oder das Lesen bei schlechtem Licht die Kurzsichtigkeit begünstigt. Das wissen sie aber noch nicht genau. Bewiesen ist aber, dass ein zu seltener Aufenthalt im Freien die Sehschärfe mindert. Die Folge bleibt in allen Fällen die gleiche: Die Lichtstrahlen werden vor der Netzhaut vereinigt. Es entsteht ein unscharfes, verschwommenes Bild. Dies gilt für das Sehen in der Ferne und stellt sich zuerst nachts ein.

Ursachen Weitsichtigkeit

Genau umgekehrt verhält es sich bei der Weitsichtigkeit (medizinisch Hypermetropie). Hier kann man in der Ferne gut sehen, aber in der Nähe nicht. Die Arme werden also beim Lesen sozusagen immer länger. Der Hauptgrund für die Weitsichtigkeit ist ein zu kurzer Augapfel. Auch kann es sein, dass Hornhaut und Linse zu flach sind und ihre Brechkraft deswegen zu gering ist. Aus diesen Gründen liegt der Punkt, an dem die Lichtstrahlen zusammentreffen würden, erst hinter der Netzhaut. Auf der Netzhaut selbst kommt ein unscharfes Bild an. Anders als beim kurzsichtigen Auge gelingt es der Augenlinse bis zu einem gewissen Grad, die Weitsichtigkeit auszugleichen. Allerdings nimmt diese Fähigkeit mit dem Alter immer weiter ab. So entsteht die Altersweitsichtigkeit. Mit der Zeit benötigen auch normalsichtige Menschen ab etwa dem 45. Lebensjahr eine Lesebrille für die Nähe. Dies gilt auch für Kurzsichtige.

Hornhautverkrümmung

Wenn Menschen sowohl in der Ferne als auch in der Nähe unscharf sehen, kann auch eine reguläre Hornhautverkrümmung (auch Stabsichtigkeit oder Astigmatismus genannt) dahinter stehen. Diese ist angeboren und verändert sich im Laufe des Lebens meist nicht.

Brille oder Kontaktlinsen?

$imageright2$Eine Kurz- und Weitsichtigkeit, sowie die Hornhautverkrümmung können durch drei Methoden korrigiert werden, nämlich durch Brille, Kontaktlinsen und eine Operation. Bei einer Brille ist nur die richtige Schärfe wichtig für gutes Sehen. Sie sollte entspiegelt sein, damit sich im Auge keine Reflexe bilden. Beim Sport leisten robuste Gläser aus Polycarbon gute Dienste. Kunststoffgläser zerkratzen mittlerweile fast genauso selten wie Glasgläser, wiegen aber weniger und zerbrechen nicht so leicht. Wer kurz- und weitsichtig ist, braucht entweder eine Lese- und eine Fernsichtbrille, oder eine Mehrstärken- bzw. Gleitsichtbrille. Diese haben oben einen anderen Schliff als unten, sodass der Blick automatisch in den Bereich fällt, den das Auge benötigt.
Kontaktlinsen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Brillen. Harte Kontaktlinsen lassen sich leichter pflegen, verursachen aber erst einmal ein stärkeres Fremdkörpergefühl. Weiche Kontaktlinsen sind komfortabler, saugen sich aber stärker fest und lassen dadurch nicht so viel Sauerstoff ins Auge durch. Neuerdings gibt es auch Multifokallinsen, die für Kurz- und Weitsichtige geeignet sind.
Wer komplett auf eine Sehhilfe verzichten will, sollte sich über einen laserchirurgischen Eingriff wie Lasik informieren. Hier wird die Hornhaut nachgeschliffen. Das geht aber nicht bei jedem Patienten, z. B. muss die Hornhaut ausreichend dick dafür sein.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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