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Tipp des Tages

Bänderriss: Typisch ist das laute Reißgeräusch

Jede Jahreszeit hat ihre typischen Sportverletzungen. Der Bänderriss, vor allem des unteren Sprunggelenks, gehört zu den häufigsten Verletzungen des Winters. Denn wenn der Boden festgefroren aber doch uneben ist, tritt man schnell einmal in eine Kuhle und der Fuß knickt um. Auch im Hallensport, bei raschen Bewegungen auf hartem Boden, ist dies schnell passiert. Ebenso übrigens beim Tragen von hohen Schuhen. Jetzt in der Skisaison sind zudem besonders die Seitenbänder der Knie gefährdet. Wenn das Gelenk nach dem Umknicken oder Sturz nur schmerzt und anschwillt, kann es sich auch nur um eine Zerrung handeln, bei der die Bänder und Sehnen überdehnt wurden. Wenn allerdings ein lautes Reißgeräusch zu hören war, spricht dies für einen Bänderriss, wie im folgenden Fall: Ein Patient, der kürzlich angefangen hat, Squash zu spielen, erzählte mir, dass er plötzlich einen lauten Knall gehört und einen starken Schmerz in der Ferse gespürt hatte. Er war der Meinung, sein Gegner habe ihn mit dem Schläger getroffen. Doch der stand zu weit entfernt dafür. In Wahrheit handelte sich um einen Riss der Achillessehne.

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Funktion der Bänder

Ein „Band“, oder medizinisch „Ligamentum“ besteht meist aus straffem, nur leicht nachgebendem Bindegewebe. Es dient dazu, gegeneinander bewegliche Teile des Skelettes zu befestigen. Im Gelenk verstärken sie die Kapsel, sie führen das Gelenk in der ihm zugedachten Bewegung und hemmen eine Überbewegung. Wenn aber wie beim Umknicken das ganze Körpergewicht und zusätzlich noch die Bewegungsenergie einwirken, ist auch das stabilste Band überfordert und reißt. Deswegen ist übrigens das Aufwärmen vor dem Sport so wichtig. Denn dies lässt die Körpertemperatur steigen. Dadurch werden die Sehnen und Bänder elastischer. Zudem werden die beteiligten Muskeln besser durchblutet und erhalten mehr Energie. So können sie schneller richtig reagieren und es kommt nicht so leicht zu einer Verletzung.

Diagnose eines Bänderrisses

Nahezu jede Sportverletzung, sei es eine Prellung bzw. Verstauchung, eine Zerrung, Muskelfaserriss oder Bänderriss, wird von einer Blutung in das betroffene Gewebe begleitet. Die verletzte Stelle schwillt an und schmerzt. Die umgebenen Muskeln werden kraftlos, weil sie nicht mehr über die Blutwege mit Sauerstoff versorgt werden: Man kann das Gelenk nicht mehr belasten. In diesem Zustand ist es fast unmöglich, von außen zu entscheiden, was im Innern des Gelenkes vorgefallen ist. Sie sollten deswegen zum Sport- oder Unfallarzt gehen. Er wird Fragen zum Unfallhergang stellen, das schmerzende Gelenk abtasten und es röntgen, um eine Verletzung des Knochens auszuschließen. Ist z. B. das Seitenband eines Knies gerissen, kann er das Gelenk richtig zur Seite hin aufklappen. Möglicherweise führt er auch eine Kernspinuntersuchung durch, um die Bänder zu sehen.

Therapie

$imageright2$Sind die Bänder nur gezerrt oder angerissen, wird er zuerst mit einer konservativen Therapie beginnen. Das heißt: Er legt einen Stützverband, eine Bandage oder Kunststoffschiene an und verschreibt Schmerzmittel. Die Heilungserfolge sind ungefähr gleich hoch, wie durch eine Operation. Erfolgschancen bestehen vor allem beim Riss des mittleren (auf der Innenseite liegenden) Seitenbandes am Knie, sowie beim Außenband des Sprunggelenks.
Geht der Bänderriss jedoch mit Schäden an Knochen oder Knorpel einher, werden die Bänder meist wieder angenäht. Wichtig ist beim Bänderriss die sofortige Krankengymnastik: Diese erfolgt natürlich zuerst ohne Belastung und mit eingeschränkten Bewegungen. Aber sie ist wichtig, damit das Gelenk nicht versteift.

Oft betroffen: Achillessehne

Die Achillessehne ist das sehnige Ende des Wadenmuskels, sie befestigt diesen Muskel am Fersenbein. Wenn sie reißt, kann der Fuß nicht mehr in Richtung Fußsohle gebeugt werden. Damit ist das Gehen unmöglich. Zu einem Achillessehneriss kommt es hauptsächlich durch schnelle Kraftanstrengungen beim Sport. Allerdings können Krankheiten einen Riss begünstigen. Ein langjähriger Diabetes mellitus beispielsweise kann die Sehnen schädigen, weil er die Durchblutung stört. Überhöhte Blutfettwerte führen auf Dauer zu Einlagerungen von Fettkörperchen (Lipide) in die Sehnen und schwächen sie damit auch. Wurde die Sehne lange Jahre einseitig beansprucht, etwa beim Joggen auf Asphalt, womöglich auch noch mit nichtfedernden Schuhen, stellt sich auch ein Verschleiß ein, der einen Riss begünstigt.  
Auch hier hat der Arzt die Möglichkeit, den Riss mit verschiedenen Methoden zu operieren. Er kann die Sehne nähen, die Fasern wachsen dann zusammen und verstärken die Sehnennaht. Bei einer starken Vorschädigung bringt er eine Sehnenplastik an. Allerdings kann er auch durch eine konservative Therapie oft ähnlich gute Erfolge erzielen.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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