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Tipp des Tages

Nervenschmerzen: Es beginnt mit einem Kribbeln in Armen und Füßen

Unser Körper ist von Nerven durchdrungen, die Informationen weiterleiten. Damit bringen sie den Körper zum Funktionieren. Doch genau wie alle anderen Körperteile können auch die Nerven geschädigt werden und reagieren dann anders als gewünscht.

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Anzeichen Polyneuropathie

Eine solche Polyneuropathie äußert sich mit vielen verschiedenen Anzeichen. Sie kann die sensiblen Nerven betreffen, welche die Berührungen weiterleiten. Dann kommt es zu einem Kribbeln, Brennen und Ameisenlaufen in den Füßen und Händen, meist wenn wir uns ausruhen oder schlafen möchten. Bei anderen Patienten beginnt es mit einem pelzigen oder tauben Gefühl. Sie gehen wie über Watte, oder ihre Hände fühlen sich manchmal wie eingeschlafen an. Die Krankheit kann auch die motorischen Nerven befallen, welche den Muskeln die Befehle gibt, sich zu bewegen. Nächtliche Muskelkrämpfe sind Anzeichen hierfür, ebenso wie Muskelschwäche. Häufig ist auch eine Schädigung der vegetativen Nerven, welche Herz und Kreislauf regulieren. Hier sind die Schwindelgefühle, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen erste Warnhinweise. Diese Anzeichen können gefährlich werden und zu einem plötzlichen unerwarteten Herzinfarkt führen. Schlussendlich werden die so genannten gastrointestinalen Nerven auch nicht von einer möglichen Nervenschädigung verschont. Sie versorgen die Verdauungs- und Geschlechtsorgane. Völlegefühl, Aufstoßen, Mundgeruch, Durchfall, Verstopfung, Blasensschwäche bis hin zu mangelnder sexueller Lust und Potenz sind die Symptome.

Ursachen

Es gibt 600 Ursachen für Polyneuropathien. Die häufigste davon ist ein zu hoher Blutzuckergehalt durch Diabetes. Der Zucker greift die empfindlichen Nervenzellen an. Ähnliches gilt für die Nierenschwäche (Urämie), weil hier der Harngehalt im Blut erhöht wird. Nervengifte von außen kommen durch übertriebenen Alkoholkonsum, Metallvergiftungen durch alte Wasserrohre, sowie teilweise durch Chemotherapie. Weitere Ursachen sind zu wenig Nervennahrung Vitamin B1 aufgrund von Unterernährung, sowie durch die Krankheiten Zöliakie und Beriberi. Weiterhin führen Infektionskrankheiten wie Borreliose, HIV und Gürtelrose zu Nervenschmerzen. Dies gilt auch bei der Hypothyreose, bei der zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet werden, und bei der Akromegalie, bei der zu viel Wachstumshormon gebildet wird. Bei Autoimmunkrankheiten wie Polyneuritis, Vaskulitis, Kollagenose, Sarkoidose und rheumatischer Arthritis werden die Nervenzellen durch die körpereigenen Abwehrkräfte in Mitleidenschaft gezogen.
Es ist wichtig, die Ursache der Nervenschmerzen herauszufinden, um die Grundkrankheit zu behandeln. Die Diagnostik umfasst auch eine gründliche neurologische Untersuchung. Dazu gehören das Testen der Sensibilität, der Muskelkraft und der Reflexe mit Reflexhammer, Stimmgabel und Wattebausch. Mit der Elektroneurographie wird die Nervenleitgeschwindigkeit ermittelt.

Folgen für den Körper

$imageright2$Die Nervenschädigung führt dazu, dass die Neuronen nicht mehr miteinander kommunizieren können. Die häufigsten Ursachen sind Zuckerkrankheit und langjähriger starker Alkoholmissbrauch. In diesen Fällen verändert ein anhaltendes Übermaß an Zucker oder Alkohol im Blut die Lebensgrundlage der hochempfindlichen Nerven. Mit fatalen Auswirkungen: Es wird die fetthaltige Isolierschicht des Nervenfortsatzes (Axon) zerstört, welche eine besonders schnelle Signalübertragung garantiert. Dann merkt man z. B. erst verspätet, dass man die heiße Herdplatte berührt. Solche verlangsamten Reaktionen machen das Leben gefährlicher. Aber nicht nur die Isolierschicht, auch der darunterliegende Nervenfortsatz kann geschädigt werden. Dann werden für die Nervenzelle wichtige Substanzen nicht mehr vom Zellkörper zu weiter entfernten Orten transportiert. Der Nervenfortsatz geht dann kaputt. Bis ein neuer Nervenfortsatz so groß geworden ist, dass er die Funktion des zerstörten übernimmt, können bereits Schäden an Muskeln, Gelenken und Organen aufgetreten sein, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Therapie

Die Therapie beginnt mit einer Behandlung der Grundkrankheit. Bei der diabetischen Polyneuropathie muss der Blutzucker optimale Werte erreichen. Bei der alkoholischen Neuropathie sollten Sie von heute an strikt jedes weitere Glas stehen lassen, und zwar für Jahre. Generell wirken Medikamente mit dem Wirkstoff Benfotiamin schmerzlindernd und fördern die Ernährung der Nerven. In Hefe, Vollkornbrot und Hülsenfrüchten ist das Vitamin B1 enthalten, das ähnlich wirkt. Mit niedrig dosierten Antidepressiva und Antiepileptika wird die Schmerzschwelle herabgesetzt, was schmerzlindernd wirkt. Osteopathie, ausreichende Bewegung und Fußreflexzonenmassage können den Krankheitsverlauf ebenfalls positiv beeinflussen.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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