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Tipp des Tages

Essstörungen: Haltlos schlingen oder hungern kann tödlich sein

Als eine Art „geheime Krankheit" hatte Prinzessin Diana einmal in einem Interview ihre Essbrechsucht bezeichnet. „Man füllt den Magen vier-, fünfmal am Tag, manchmal sogar öfter, und man fühlt sich gut. Das ist, als würde einen jemand umarmen, aber das hält nur eine gewisse Zeit an. Und dann ekelt man sich vor seinem gequollenen Bauch, übergibt sich. Und das wiederholt sich immer wieder - eine Zerstörung des eigenen Ichs." Bei Diana war es damals bekanntlich ein Hilfeschrei, ein vergeblicher Fluchtversuch aus ihrer unglücklichen Situation. Bei den meisten Menschen, die unter einer Essstörung leiden, steckt eine unglückliche Seele dahinter.
Essstörungen werden in zwei Gruppen eingeteilt: Magersucht (Anorexie) und Essbrechsucht (Bulimie). Dies sind schwere ausgeprägte Krankheitsbilder, von denen meist Frauen betroffen sind. Aber auch ein gesteigerter Diätwahn und der übertriebene Gebrauch von Abführ- und Entwässerungsmitteln zählen zu den Essproblemen und bahnen oftmals den Weg zur Magersucht und Essbrechsucht.

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Magersucht

Von Magersucht spricht man, wenn Betroffene es darauf anlegen, so dünn wie möglich zu werden und einen Body-Mass-Index von weniger als 17,5 erreichen. Das bedeutet für eine Frau von 1.70 cm Größe, dass sie weniger als 50 kg wiegt, manchmal auch nur 35 oder 40 kg. Dann sind kein Fett und kaum mehr Muskelsubstanz vorhanden, wahrscheinlich sind auch schon die Organe geschrumpft. Neben den gesundheitlichen Gefahren für den Körper sind die Betroffenen auch geistig leidend. Denn ihre Gedanken kreisen wie zwanghaft immer wieder um das Essen und um das Einsparen von noch mehr Kalorien, sie sind überhaupt nicht mehr frei für die anderen Aspekte des Lebens.
Psychotherapeuten deuten das Verweigern von Essen als tiefergehende Verweigerung. Möglicherweise haben die Betroffenen Probleme mit dem Selbstbewusstsein oder der Familie, denen sie sich entziehen möchten.

Bulimie

Aus einer Magersucht entwickelt sich oft eine Essbrechsucht. Lady Diana hat die Symptome in ihrem sehr ehrlichen Interview sehr anschaulich beschrieben. Die Essattacken, auch „Binge-Eating" genannt, können auch für sich alleine auftreten und machen sich dann auf der Waage bemerkbar.

Therapie

$imageright2$Aus einer solchen Krankheit findet man sehr schwer ohne Betreuung einen Ausweg. Am besten ist es, Sie wenden sich erst einmal an eine Spezialambulanz für Essstörungen, die es an vielen Unikliniken in ihren psychosomatischen Abteilungen gibt. Die Ärzte der Ambulanz besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen. Dies kann eine Weiterbehandlung beim Hausarzt sein, eine ambulante Psychotherapie oder ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik. Auch Kombinationen sind möglich.
Die Behandlung eines Magersüchtigen dauert etwa sieben Jahre, die eines Binge-Eaters mit 120 kg mindestens zwei Jahre, wenn man davon ausgeht, dass das Körpergewicht pro Monat um nicht mehr als 2 kg reduziert wird. Wichtig sind in dieser Zeit auch die Selbsthilfegruppen, denn hier müssen Sie sich nicht schämen, über Ihre Probleme zu reden. Wichtig ist auch der Partner. Er kann Ihnen helfen mit schönen Körpererfahrungen wie Wandern, Schwimmen, Massagen und Ihre Aufmerksamkeit wieder mehr auf die schönen Seiten des Lebens lenken.

Männer leiden unter dem Adonis-Komplex

Heutzutage brauchen immer mehr - vor allem junge - Männer genauso lange vor dem Spiegel, um sich vor dem Ausgehen schön zu machen, wie Frauen. Männer, die ihr Selbstwertgefühl ausschließlich über ihr Erscheinungsbild definieren, sind auch für eine neue Krankheit empfänglich, den Adonis-Komplex. Das heißt: Ein zwanghaftes Trainieren mit Gewichten, bis der Körper perfekt gestylt ist. Gegen ein normales Fitnesstraining drei- bis viermal in der Woche ist nichts einzuwenden. Wenn Männer aber unruhig werden, wenn sie nicht täglich mehrere Stunden trainieren dürfen, sind sie süchtig. Sie leiden unter einer Körperwahrnehmungsstörung, nämlich dass sie immer noch zu wenig Muskeln hätten. In dem Fall ist auch der Griff zu Anabolika nicht fern, um die Muskeln medikamentös aufzublähen. Oft ist der Adonis-Komplex auch mit einer Essstörung verbunden: Männer essen kein Fett, nehmen Abführmittel und entwässernde Medikamente, um den perfekt aussehenden Körper zu bekommen. Osteoporose, Bluthochdruck, Nieren- und Leberschäden bis hin zum Herzinfarkt sind mögliche Folgen.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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