Anzeige:
Anzeige:
Tipp des Tages

Fettwucherungen: Nicht gefährlich, aber störend

Sicher erinnern Sie sich noch an das ausdrucksvolle Gesicht von Heinz Rühmann? Und vielleicht haben Sie sich auch immer gewundert, was diese Beule zu bedeuten hatte, die sich ziemlich genau über der Falte zwischen seinen Augenbrauen befand, so als ob sich der Schauspieler den Kopf gestoßen hätte. Hautärzte sind sich mittlerweile sicher, dass es sich um eine gutartige Geschwulst an der Stirn gehandelt hatte, um eine sogenannte Fettwucherung oder Lipom.

Anzeige:

Das sind Lipome

Lipome sind langsam wachsende Neubildungen von Fettgewebe, Bindegewebe und Blutgefäßen. Diese wuchern sie meist unter der Haut, manchmal auch im Muskelgewebe oder in inneren Organen. Die Gebilde sind mit einer dünnen Hautschicht umkapselt. Sie wachsen also nicht frei in den Körper hinein, sondern werden von der Kapsel in Form gehalten. Deswegen sind sie auch nicht gefährlich wie ein Krebs, sondern gutartig. Sind in der Kapsel mehr Fettzellen vorhanden, fühlt sich das Lipom weich an. Kommt mehr Bindegewebe hinzu, wird es härter. Aus welchen Gründen die Fettwucherungen entstehen, ist aber so gut wie unbekannt. Vermutlich stehen genetische Ursachen dahinter. Doch sie kommen ziemlich häufig vor, allerdings selten an derart herausragenden Stellungen wie der Stirn. Meist verteilen sie sich an Rumpf, Armen und Beinen.
Es gibt keine Regel, nach der sie entstehen. Bei einigen Menschen wachsen sie bereits in Kinder- und Jugendjahren, bei anderen kommen sie erst mit dem Alter. Einige Lipome bleiben klein wie eine Linse, andere werden groß wie eine Apfel oder eine Pampelmuse. Einige Menschen besitzen nur ein einziges Lipom, bei anderen ist der Körper übersät von den Gebilden. Nur eine Eigenschaft trifft auf alle Lipome zu: Wenn sie nicht gerade zufällig auf einen Nerv drücken, sind sie schmerzlos.

Wann müssen sie entfernt werden?

Aus gesundheitlichen Gründen müssen Lipome nicht unbedingt entfernt werden. Allerdings gibt es kosmetische und funktionelle Gründe, die einen Eingriff rechtfertigen. So etwa, wenn ein großes Lipom im Gesicht oder auf dem Dekollete prangt. Oder wenn es wächst und dabei Blutgefäße oder Nerven abdrückt oder reizt. In diesen Fällen kann man das Lipom als Ganzes chirurgisch entfernen oder absaugen lassen (siehe unten).

Es gibt auch gefährliche Fettwucherungen

$imageright2$Neben diesen harmlosen Lipomen gibt es drei weitere Formen, die der Arzt davon unterscheiden muss. Das eine ist die örtliche lokale Lipohypertrophie bei einer Dauer-Insulinbehandlung. Wenn Sie die Insulinspritze immer an die gleiche Stelle setzen und dabei auch noch eine stumpfe Nadel mehrfach verwenden, fördern diese Verletzungen die Freisetzung von Wachstumsfaktoren. In Verbindung mit dem gespritzten Insulin kommt es dann zur Bildung von Fettwucherungen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Einstichstellen häufig wechseln.
Weiterhin gibt es eine Krankheit mit dem Namen Morbus Madelung: Hierbei handelt es sich um eine symmetrische Wucherung des Fettgewebes am Nacken und an den Schultern, meist bei Männern um die Fünfzig. Warum das Fettgewebe hier wuchert, ist unklar. Wahrscheinlich aber hängt es mit einer gestörten Leberfunktion zusammen, wie sie durch chronischen Alkoholmissbrauch entsteht.
Schließlich gibt es noch das Liposarkom, ein vom Fettgewebe ausgehender bösartiger Tumor. Äußerlich kann es einer harmlosen Fettwucherung stark ähneln, es wächst allerdings meist rascher. Auch können Liposarkome größer und schwerer werden als Lipome. Eine Röntgenaufnahme oder ein CT können bei Verdacht die Ausdehnung anzeigen. Zum Glück erzeugt ein Liposarkom erst spät Tochtergeschwulste, sodass man es recht gut behandeln kann.

Hilfe durch Absaugen

Es gibt zwei Methoden, um ein Lipom loszuwerden. Sie können sich unter das Messer des Chirurgen legen. Das Lipom wird unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose vollständig mit der Kapsel herausgelöst. Die Operation ist unkompliziert, doch hinterlässt manchmal Narben.
Deswegen bevorzugen viele Patienten die Methode des Absaugens, was allerdings nicht immer von den Kassen bezahlt wird. Das Absaugen ist auch nur dann möglich, wenn es sich um kein bösartiges Liposarkom handelt. Hier wird im ersten Schritt ein Gemisch aus Wasser, Betäubungsmittel, Salz und manchmal noch etwas Kortison in die Kapsel gespritzt. Das Gemisch wirkt lokal betäubend. Außerdem saugen sich die Fettzellen voll, und können deshalb leichter herausgelöst werden. Dies geschieht mit Kanülen und einer Absaugpumpe. Beim Absaugen kann man das Lipom nicht vollständig entfernen, weswegen es sich manchmal neu bildet. Die Gefahr besteht allerdings auch bei der Operation.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

Newsletter Abbonieren



D-Run

D-RUN

D-RUN

D-RUN ist eine Doku-Soap, in der Menschen mit Diabets ihr Leben verändern und mit Hilfe eines Expertenteams sportlich aktiv werden. Erfahren Sie mehr!



Aktuelles Wetter



Wissen-Gesundheit im Netz

socials




loader