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Tipp des Tages

Geburtsfehler: Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ist das häufigste Problem

Der Moment, an dem das eigene Baby auf die Welt kommt, ist der schönste im ganzen Leben. Umso größer ist dann der Schock, wenn Mutter oder Vater bemerken, dass mit dem Kind etwas nicht stimmt. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, ein offener Rücken, oder Herzfehler sind einige von vielen Fehlbildungen. Auch wenn jede von ihnen selten ist, so betreffen sie doch zusammengezählt drei Prozent aller Babys.

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Ursachen von Geburtsfehlern

Unter Geburtsfehlern versteht man Schädigungen oder Missbildungen eines oder mehrere Organe, die sich bereits im Mutterleib gebildet haben. Meist geschieht dies im ersten Schwangerschaftsdrittel. Denn in dieser Zeit werden alle wichtigen Organe und Körperstrukturen eines erwachsenen Menschen bereits angelegt. Deswegen ist der Embryo sehr anfällig für Störungen. Diese sind oft genetisch bedingt. Allerdings können auch Infektionskrankheiten der Mutter beim Embryo zu Fehlbildungen an Herz, Augen oder auch Ohren führen. Dies ist besonders oft bei Röteln oder Windpocken der Fall. Auch der Erreger der Toxoplasmose - ein Parasit, der über rohe Eier, rohes Fleisch und Ausscheidungen von Katzen übertragen wird - kann zu Gehirn- oder Augenschäden führen. Vorsicht zudem bei Medikamenten: Auf dem Beipackzettel steht, ob sie in der Schwangerschaft erlaubt sind. Immer häufiger kommt es neuerdings zu einem Schwangerschaftsdiabetes der Mutter. Wird er erkannt und behandelt, nimmt das Ungeborene keinen Schaden. Wenn nicht, drohen ihm Herzfehler und Entwicklungsstörungen des Zentralnervensystems. Zudem wirken Alkohol, Nikotin und Strahlenbelastungen schädigend.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte

Einer der bekanntesten Geburtsfehler ist die Lippen-Kiefer-Gaumspalte. Sie ist nach neuen Erkenntnissen wahrscheinlich angeboren. Hier haben sich in der frühen Schwangerschaft die Bereiche der Mundpartie nicht richtig miteinander verwachsen. Je nachdem, wo sich die Spalte befindet, kommt es zu Problemen beim Atmen, Essen, Trinken und Sprechen. In „Spaltzentren" beginnen Chirurgen deshalb bereits in den ersten Lebenstagen mit der Behandlung. Eine speziell angepasste Gaumenplatte soll beispielsweise Nasen- und Mundraum voneinander trennen und das Zusammenwachsen des Kiefers anregen. Zwischen dem dritten und zwölften Monat werden die gespaltenen Bereiche in mehreren Schritten operativ geschlossen.

Neuralrohrdefekt

$imageright2$Beim Neuralrohrdefekt (Spina bifida) hat sich die knöcherne Wirbelsäule an einer oder mehreren Stellen nicht geschlossen. Meistens wird das Rückenmark trotzdem noch durch die Rückenmarkshäute geschützt. Dann entwickeln sich die Babys oft ohne Beschwerden. Bei anderen aber wölbt sich durch die offene Stelle das Rückenmark nach außen. Dies kann so schlimm sein, dass die Nerven frei und ungeschützt liegen. Wenn möglich, wird der Spalt gleich in den ersten Lebenstagen operativ geschlossen oder zumindest mit Rückenmarkshaut überzogen. Wenn die Spina bifida bereits im Mutterleib erkannt wurde, ist es neuerdings möglich, sie vor der Geburt zu schließen. Patienten mit einer schweren Spina befida brauchen ein Leben lang Hilfe. Wichtig ist es deswegen, dass Sie rechtzeitig an Folsäure denken, wenn Sie schwanger werden wollen. Nehmen vier Wochen vor der geplanten Empfängnis 800 Mikrogramm des B-Vitamins ein, und während der Schwangerschaft 600 Mikrogramm. Damit lassen sich viele Neuralrohrdefekte vermeiden.

Wasserkopf

Manchmal kommen Kinder mit einem Wasserkopf zur Welt. In dem Fall staut sich Hirnwasser in den vier inneren Hohlräumen des Gehirns, anstatt in den Raum zwischen den Hirnhäuten (Subarachnoidalraum) abzufließen. Weil der Schädel noch weich ist, dehnt sich der Kopf aus, damit die Nerven nicht geschädigt werden. Häufig bleibt die Störung unentdeckt, bis die Proportionen des Kopfes auffällig geworden sind. Dann wird durch den Schädel ein Loch gebohrt und ein Katheter in einen der seitlichen Hohlräume eingeführt. Der geht in einen Schlauch über, der im Körperinnern hinter dem Ohr über den Hals in die Bauchhöhle einmündet. So kann das Wasser abfließen. Der Schlauch muss nicht erneuert werden.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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