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Schnupfensprays nicht länger als eine Woche anwenden

aboutpixel.de (Mr. Monk) © aboutpixel.de (Mr. Monk)

Schnupfensprays mit gefäßzusammenziehenden Wirkstoffen sollten ohne ärztliche Anweisung nicht länger als fünf bis sieben Tage angewendet werden. Das betrifft Nasensprays, -tropfen und -gele mit den Wirkstoffen Xylometazolin, Oxymetazolin, Tramazolin und Naphazolin. Kurzfristig angewendet führen diese zu einem Abschwellen der Nasenschleimhaut und zu verminderter Schleimbildung. Bei längerem Einsatz kann die Schleimhaut in der Nase aber anschwellen, dadurch wird subjektiv eine wiederholte Anwendung nötig. Bei Langzeitgebrauch dieser Schnupfensprays kann sich eine medikamentös bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis medicamentosa) entwickeln. Die Folge: In immer kürzeren Abständen sind immer höhere Dosierungen des Schnupfensprays nötig. Der Dauergebrauch kann auch die physiologischen Funktionen der Nasenschleimhaut einschränken.
"Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Auch Medikamente der Selbstmedikation können missbräuchlich angewendet werden," sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Missbrauch geht nicht zwangsläufig mit einer psychischen Abhängigkeit einher. Bei Schnupfensprays zeigt sich der Missbrauch in zu häufiger Anwendung oder zu hohen Dosierungen.

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Unser Tipp: Wenn Sie auf ein abschwellendes Nasenspray nicht mehr verzichten können, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über mögliche Alternativen oder eine Entwöhnung sprechen.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion; Quelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

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