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Thema der Woche

Männer-Depression ist oft aggressiv

„Wenn Frauen niedergeschlagen sind, dann leeren sie entweder den Kühlschrank, oder sie gehen shoppen. Männer hingegen überfallen ein anderes Land", so das Bonmot der amerikanischen Komikerin Elayne Boosler. Dass daran etwas Wahres ist, wird in der aktuellen Ausgabe der medizinischen Fachzeitschrift MMW erklärt. Demnach neigen Frauen bei Stress und Kummer zu „verinnerlichten Verarbeitungsstrategien" wie Selbstbeschuldigung oder Grübeln. Dies resultiert irgendwann in Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Freudlosigkeit und auch Angststörungen. Dies sind keine schönen Symptome, doch die Umgebung oder der Arzt können sie immerhin diagnostizieren.

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Männer reagieren anders auf Stress: In ihnen läuft dann das typische „Fight or flight"-Programm ab, sie greifen also an oder fliehen, aber sie vergraben sich nicht in ihrem Leid. Sie verlagern ihre Konflikte nach außen. Trotzdem führt auch bei ihnen zuviel Stress schließlich zu einer Depression. Aber diese wird häufig überlagert durch vermehrte Aggression, Alkoholkonsum und erhöhte Risikobereitschaft. Damit riskieren Männer eine hohe Eigen- und Fremdschädigung.

So kommt es, dass bei Frauen viel häufiger eine Depression diagnostiziert wird, aber die Suizidrate bei Männern dreimal höher liegt.

Unser Tipp für die weiblichen Leser: Wenn Ihr Partner plötzlich ungewohnt aggressiv betont, dass er einfach in Ruhe gelassen werden will, dass er alles selbst erledigen kann und dass es ihm sehr gut geht, dann sollten Sie einmal einen Blick hinter die Fassade riskieren. Das Verhalten kann einer typischen männlichen Stressreaktion entspringen. Versuchen Sie Ihrem Partner Ihre Vermutung „zu viel Stress" oder „Depression" sensibel näherzubringen.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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