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Thema der Woche

Musik gegen Tinnitus

Der Tinnitus - ständige Geräusche im Ohr - ist eine rechte Qual. Und es gibt nicht einmal eine ursächliche Therapie. Jetzt aber hat das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung Heidelberg zusammen mit der Fachhochschule Heidelberg einen neuen vielversprechenden Ansatz entwickelt, der sogar schon mit einer Pilotstudie positiv bestätigt wurde.

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Zuerst einmal: Chronischer Tinnitus ist keine Erkrankung des Ohres, sondern tritt aufgrund einer fehlerhaften Informationsverarbeitung im Gehirn auf. Bildgebende Verfahren konnten Gehirnveränderungen in Folge eines chronischen Tinnitus nachweisen. Dann: Es gibt zwei chronische Tinnitusarten: Der tonale Tinnitus, der sich mit Pfeifen, Klingeln, Summen äußert. Und der nicht-tonale Tinnitus mit Rauschen, Knistern, Brummen oder Knacken. Die Musiktherapie nach dem „Heidelberger Modell" wurde bereits früher schon auf den tonalen Tinnitus mit Erfolg angewendet. Jetzt wurde das Modell durch die Pilotstudie auch für den nicht-tonalen Tinnitus belegt.

Das „Heidelberger Modell" sieht wie folgt aus: Innerhalb von fünf Therapietagen finden neun Einzeltherapiesitzungen à 50 Minuten und zwei Gruppenveranstaltungen statt. Dabei hören die Patienten ausgewählte Musik; außerdem singen sie mit den Therapeuten uwm. Am Ende der Kompaktwoche hatten 21 der 23 untersuchten Probanden eine zuverlässige Reduktion der Symptome. Auch ein halbes Jahr nach der Behandlung blieb der Zustand stabil. In den bildgebenden Untersuchungen des Gehirns zeigten sich Neubildungen in den Gehirnstrukturen, offenbar ausgelöst durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Ohrgeräusch. Weiterhin zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Musik und Blutdruck. Je besser es die Patienten lernten, mit der Musik ihren Kreislauf in den Griff zu bekommen, desto besser war der Therapieerfolg auch nach sechs Monaten.

Unser Tipp: Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Tinnitus, möglicherweise auch im Zusammenhang mit Stress. Gegen beides hilft Musik, allerdings nur, wenn Sie sie aktiv praktizieren. Singen Sie, spielen Sie ein Instrument, tanzen Sie zur Musik. Letzteres stärkt außerdem das Herz-Kreislauf-System und hilft, den Bluthochdruck in den Griff zu bekommen. Unter der Tel.-Nr. 06226/7963101 oder unter der E-Mail-Adresse ambulanz@fh-heidelberg.de erhalten Patienten mehr Informationen.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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