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RATGEBER - Lust & Liebe

Probleme gemeinsam bewältigen

Probleme partnerschaftlich bewältigen, das sollte für beispielsweise familiäre Probleme genauso gelten wie für sexuelle.

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Nicht immer ist dafür das „darüber-reden“ gemeint.

Manchmal sind auch ganz einfach praktische Tipps nicht von der Hand zu weisen. Aber sehen Sie selbst.

Auch die Partnerin ist betroffen

Vieles ist Männersache: Autos, Fußball, Skat, Actionfilme. Aber der Sex? Der sollte schon eine partnerschaftliche Sache sein, sogar dann, wenn es gar nicht um Sex, sondern um Probleme beim Sex geht. Dies schreibt natürlich (?) eine Frau.

Dies ist aber auch die Aussage einer Studie (Wagner et al: Impact of ED on quality of life) aus dem Jahr 2000. In dieser Studie wurden nach einem allgemeingültigen Verfahren Untersuchungen zur Lebensqualität durchgeführt, und zwar bei beiden Partnern. Es wurde nachträglich die Lebensqualität vor einer Phase mit Erektionsstörungen ermittelt, dann währenddessen und anschließend nach geglückter Therapie.

Das naheliegende Ergebnis: Männer und Frauen litten beide gleichermaßen unter der Erektionsstörung des Mannes. Die Autoren vermuteten übrigens, dass das Ergebnis im umgekehrten Fall genauso aussehen würde. Wenn sich also bei der Partnerin Probleme im Bett zeigten, dann würde der Partner genauso unter der Situation leiden.

„Sexuelle Schwächen und Probleme können nicht als isoliertes Phänomen gesehen werden, das nur den Symptomträger belastet“, schlussfolgern etwas abstrakt die Studienleiter. Denn die unmittelbaren Folgen einer Schwäche betreffen schließlich das ganze Paar.

Aber wenn es um die Therapie geht, sei es eine medikamentöse Therapie, sei es eine Psychotherapie, sollten beide Partner mit einbezogen werden.

Etwas keck schlug der Studienleiter vor, nicht vom impotenten Mann zu reden, sondern vom impotenten Paar.

Dass ein Paar zusammenhalten soll, in guten wie in schlechten Tagen, ist bekannt. Aber dass es sich auch lohnt, hat diese Studie ebenfalls gezeigt. Denn die Lebensqualität ist nach geglückter Therapie höher als vor dem Einsetzen der ED, und zwar bei beiden Partnern. Manchmal muss man eben doch erst zu schätzen lernen, was man vermeintlich schon besitzt.

So wie sich erfüllender Sex laut der Studie logischerweise positiv auf beide Partner auswirkt, so liegen andererseits die Ursachen für eine Störung ebenfalls im Zusammenspiel der Partner begründet – und sind nicht „Männer- oder Frauensache“.

Routine im Bett als Lustkiller

Einer der größten Lustkiller ist die Routine. Oft stellt sich dieses Problem bei Paaren ein, die schon lange zusammen sind, es können aber auch „junge Paare“ nach nur einigen Monaten Beziehung betroffen sein – wenn sie Sex nicht lustvoll erleben, es nur als eine Art „Abreaktion“ betrachten und deshalb keine Phantasie beim Liebesspiel walten lassen.

Dass bei einem Paar, das lange zusammen lebt, einmal ein Punkt kommt, an dem Sex nicht mehr so spannend ist wie früher, ist eigentlich ganz normal. Zum einen kennt man den Partner und seine Reaktionen in- und auswendig, es gibt keine prickelnden Überraschungen mehr. Zum anderen ist es vielleicht immer der gleiche Ort und immer die gleiche Tageszeit, wo und wann man miteinander schläft.

Und am bedeutendsten: Es schleicht sich eine Routine ein, ein gedanklich fest vorgezeichneter Ablauf, nach dem der Sex ablaufen wird – und so kommt es dann auch. Ein „Nümmerchen“ wird geschoben, nach bekanntem Muster, dann dreht man sich um und schläft. Dass bei sowenig Reizen und soviel Routine die Lust nachlässt, ist eigentlich klar. 

Doch: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Ein Paar, das sich liebt, kann dem Kreislauf der Langeweile leicht entfliehen.

Tipps dazu: Ein sehr guter Tipp sind auch die Phantasien im Bett. Denn sexuelle Vorstellungen hat jeder, egal ob Frau oder Mann. Wie wäre es, wenn sie sich dieses einmal nicht nur heimlich vorstellen, sondern auch zusammen mit Ihrem Partner ausmalen. Im Bett? Während des Sexualaktes?

Im Bett über Sex zu reden, bedeutet sicherlich zuerst einmal Überwindung. Hinzu kommt auch die Angst, der Partner oder die Partnerin könne eifersüchtig reagieren. Aber wenn Sie beide verstehen, dass es eigentlich ein Vertrauensbeweis ist, wenn der andere Sie an seinen Vorstellungen teilhaben lässt, dann sind der Lust Tür und Tor geöffnet.

Und noch ein Tipp aus der Hirnforschung: In Orgasmusnähe scheinen die beiden Hirnhälften voneinander abgekoppelt zu sein.

Die bewertende logische linke Hirnhälfte hat dann nicht mehr das alleinige Sagen, sondern auch die kreative emotionale rechte Hirnhälfte. Das tabulose Reden fällt dann leichter.

Diesen Gedanken finden Sie noch etwas genauer erklärt in folgendem Buch:

Beatrice Wagner,
Lust auf Sex

Stress als Lustkiller

Etwas schwieriger in den Griff zu bekommen ist dagegen schon die Lustlosigkeit in Folge von Stress, Alltagshektik und Sorgen – zumal davon in der Regel ein Partner stärker betroffen ist, als der andere.

Es entwickelt sich ein „Liebesgefälle“, bei dem der eine Partner vielleicht viel mehr Sex und Körperlichkeit möchte, als der andere gerade geben kann – weil er den Kopf nicht frei hat. Und wenn man dann einmal einen gemeinsamen Anlauf startet, ist das Risiko zu scheitern, ungemein größer, denn der Erwartungsdruck, dem man sich selber aussetzt, ist groß. 

Zunächst sollte man hier einmal dafür sorgen, den Kopf frei zu bekommen, und sei es nur für ein Wochenende.

Man sollte etwas Nettes zusammen planen, ohne überhaupt an Sex zu denken. In der richtigen Stimmung und Atmosphäre läuft dann alles fast von alleine.

Ein Wochenendausflug ins Grüne, eine Übernachtung in einem lauschigen Landgasthof, ein paar Gläschen Wein, ein Spaziergang am See – Sie werden sehen, wie schnell Sie sexuell wieder „auf Trab“ kommen.

Hat es allerdings bei Paaren lange nicht geklappt, kann es schon sein, dass ein zusätzlicher „Starter“ für den Mann nötig und nützlich ist.

Wie der Mann auf Sexualprobleme reagiert

Manchmal stellt sich bei Frauen gegenüber ihrem Partner ein seltsames Gefühl ein. Es kommt ihnen vor, als würden sie den geliebten Partner gar nicht mehr wiedererkennen. So zurückhaltend, spröde und fast scheu verhält er sich.

Das kann daran liegen, dass der Mann seit einiger Zeit an Erektionsstörungen leidet – aber viel schlimmer als das physische Versagen, ist die psychische Belastung für den Mann, er „leidet“ seelisch darunter, es macht ihn fertig und er fühlt sich minderwertig.

Wenn ein Mann einmal in so einen Kreislauf geraten ist, zu glauben, er versage im Bett – selbst wenn es die Frau gar nicht als so schlimm empfunden hat oder galant darüber hinweggegangen ist – dann ist es schwer für ihn, daraus wieder auszubrechen. Denn Männer reden sehr ungern über dieses Thema.

Entweder es klappt und alles ist in Ordnung, oder es klappt nicht, aber dann macht Reden es in den Augen der meisten Männer nur noch schlimmer. Viele hassen es nämlich, von der Partnerin analysiert oder „therapiert“ zu werden. Sie möchten halt der Chef im Ring sein. 

Da der Mann in der Regel mit seiner Partnerin also nicht über sein „Problemchen“ redet, bleibt ihm nur der Weg, körperlichen Situationen aus dem Weg zu gehen, Sex für eine Weile völlig abzuhaken. Dass dies für die Frau wiederum eine höchst unbefriedigende Situation ist, steht außer Frage.

So kann die Frau helfen

Wie die Partnerin tatsächlich helfen kann, hängt sehr davon ab, wie der Mann „gestrickt“ ist. Gehört er zu der Minderheit, die das Thema besprechen wollen, lässt sich gemeinsam ein „Plan“ entwerfen, wie man wieder sexuelle Freude erleben kann. Zum Beispiel könnte die Frau dem Mann seine sexuellen Phantasien entlocken und sie ihm überraschend einmal erfüllen.

Viele Männer werden von ungewöhnlichen Outfits oder Uniformen, wie etwa einem Krankenschwestern-Kittel oder irgendeiner anderen Uniform sehr erregt. Wenn die Frau dies weiß, hat sie ein sehr gutes Rezept, um ihren Liebsten aus dem Tiefschlaf zu erwecken.

Wenn der Mann nicht über das Thema reden will, muss die Frau subtiler vorgehen. Sie sollte den passenden Moment abwarten, indem sie sich ihrem Mann sexy präsentiert, etwa in neuen Dessous. Hingegen lieben es Männer meist nicht, wenn sie überfallen werden, indem sie sich etwa mit der Reizwäsche vor ihn hinstellt und sagt: „Na?“ Sie muß ihrem sensiblen Kerl das Gefühl geben, dass er die Fäden in der Hand hält.

Wenn sie etwa neue Dessous hat, legt sie sich damit wie gewöhnlich ins Bett – lässt vielleicht nur ein Stück Stoff wie zufällig hervorblitzen – und überlässt es dann dem Mann, den Rest zu entdecken.

Natürlich gibt es Fälle, wo auch diese kleinen „Tricks“ nicht helfen. Bei hartnäckiger Lustlosigkeit ist der gemeinsame Gang zum Arzt angebracht.

Nachdem dieser physische Probleme ausgeschlossen hat, und festgestellt hat, dass „eigentlich“ alles funktionieren sollte, kann er mit einem der sehr zuverlässig wirkenden PDE-5-Hemmer dem Mann einen „Booster“ an die Hand geben, um zu einer stabilen, lang anhaltenden Erektion zu kommen.

Klappt es dann erst einmal mit dem Sex, wird es sehr schnell immer wieder klappen, auch ohne Viagra und Co. Man hat dann den Ausstieg geschafft – vom Kreislauf der Langeweile und Unsicherheit hin zum Kreislauf der Lust und Exstase.


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