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RATGEBER - Probleme beim Sex

Sexuelle Probleme der Frau

Sexuelle Störungen der Frau sind genauso häufig, wie sexuelle Probleme des Mannes. Denn bei beiden Geschlechtern sind die Lust im Kopf und die Durchblutung der Genitalien entscheidend. Dies lesen Sie unter weibliche Erregungsstörungen. Frauen können allerdings einen Lustverlust besser überspielen, während er beim Mann offenkundig ist. Weiterhin gibt es auch noch allgemein Schmerzen beim Sex und den Scheidenkrampf.

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Lustverlust (Libidostörung)

Die Lust auf Sex (Libido) entsteht wie gesagt im Kopf. Bei fehlender Lust sollte man sich immer zuerst die erste Frage nach der Beziehung stellen, denn sexuelle Störungen und Lustverlust sind oft Ausdruck von Partnerkonflikten. Des Weiteren können hormonelle Faktoren, Drogen, Psychopharmaka, Depressionen, schwere Allgemeinerkrankungen und Nervenerkrankungen die sexuelle Lust reduzieren. Sexualtherapeuten sind allerdings der Meinung, dass bei weiblichem Lustverlust häufiger psychische als körperliche Ursachen vorliegen.

In unserer Gesellschaft hat sich eine weitere psychische Ursache für den Lustverlust beider Geschlechter herausentwickelt: Sex wird unter dem Aspekt der Leistung gesehen. Ein Mann hat immer zu können. Eine Frau muss mehrfache Orgasmen liefern. Aber wenn die Gedanken von drohender Arbeitslosigkeit oder von der Sorge um die Kinder gefangen sind, wenn man im Berufsstress steht und auch zu Hause nicht mehr abschalten kann, ist es ganz normal, dass die Lust schwindet. Lust in der Beziehung ist eben etwas, was sich zwischen zwei Menschen entwickelt und wofür es keinen Einschaltknopf gibt. Und in länger dauernden Beziehungen kann es sogar Arbeit bedeuten, die Lust und das Interesse am anderen aufrecht zu erhalten.

Schmerzen beim Sex (Dyspareunie)

Der Ausdruck Dyspareunie bedeutete ursprünglich das „Nichtzusammenpassen in der Ehe“. Heute ist er eine unpräzise Sammelbezeichnung für Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs. Gebräuchlich ist auch der Ausdruck „Algopareunie“, der sich auf die Schmerzen der Frau bezieht, die entstehen, während der Mann versucht, in sie einzudringen.

Bei Frauen wie auch bei Männern kann es z.B. im Genitalbereich schmerzhaft brennen, stechen oder jucken. Die Ursache ist meist körperlicher Art. Die einzige Ausnahme: Bei jüngeren Frauen tritt die Dyspareunie fast immer dann auf, wenn sie ihren Partner ablehnen. Mit einem neuen Partner verschwinden die Beschwerden.

Eine harmlose körperliche Ursache dagegen kann darin liegen, dass sich während des weiblichen Zyklus das Scheidenklima verändert. Oft wird es kurz vor der Periode etwas aggressiver als sonst und wirkt auf sensible Männer wie ein Brennen, von dem die Frauen nichts spürt. Lässt das Brennen nicht nach, sollte man allerdings auch an eine Scheidenentzündung denken.

Nach operativen Eingriffen im Becken- und Genitalbereich und nach Geburten können Narben oder anatomische Veränderungen zurückbleiben, welche möglicherweise die Ursachen für die Schmerzen beim Sex sind. Es können zahlreiche andere – auch seltene – Krankheiten vorkommen, die vom Frauenarzt erkannt werden müssen.

Vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren verändert sich hormonell bedingt die Vaginalhaut. Sie wird dünner, unelastischer und weniger leicht befeuchtbar. Hier kann es beim Geschlechtsverkehr zu einem schmerzhaften Scheuern oder Reißen kommen. Rasche und einfache Hilfe bieten Vaginalgels, die auch östrogenhaltig sein dürfen.

Möglicherweise entstehen die Schmerzen auch durch anatomische und organische Besonderheiten, weil etwa der Weg zum Muttermund klein oder das Glied sehr groß ist und die Eichel daher an den Muttermund stößt. Beim Geschlechtsverkehr „von hinten“ vermeidet man das Problem, ebenso wenn sich die Frau auf den Mann setzt, den Schaft des Gliedes mit zwei Fingern oder der Hand umfasst und so die Tiefe des Eindringens selbst reguliert.

Weibliche Erregungsstörungen (FSD – Female Sexual Dysfunction)

Die neue Botschaft der Urologen lautet, dass auch bei Frauen eine Lustlosigkeit oder die Unfähigkeit, einen Orgasmus zu bekommen, durch eine mangelnde Durchblutung der Genitalien bewirkt sein kann. Wenn beim Sex die Scheide trocken bleibt, Kitzler und Schamlippen sich nicht mit Blut füllen, ist auch die Erregung gestört. Als Ursachen werden genannt: ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Hormonmangel oder Diabetes. FSD als Krankheitsbild steht allerdings noch im Kreuzfeuer der Kritik.

Scheidenkrampf (Vaginismus)

Wenn sich bei dem Versuch, etwas in die Scheide einzuführen, unwillkürlich der Scheidenmuskel oder die gesamte Beckenbodenmuskulatur verkrampft, spricht man vom Vaginismus. Durch eine solche Reaktion wird der Geschlechtsverkehr undurchführbar, häufig misslingt sogar das Einführen eines Tampons. Der Scheidenkrampf wird allgemein als eine Angstreaktion der Frau gesehen, die durch vorausgegangene Gewalt und körperliche Übergriffe ausgelöst wird. Manche „wohlmeinende“ Ratgeber empfehlen hier eine mechanische Therapie mit einem Vaginaldehner oder ziehen sogar ein Einschneiden der Scheidenöffnung in Erwägung. Ein solcher Eingriff ist nicht nur wirkungslos, da der Scheidenkrampf eine Schutzreaktion aus Angst ist. Er kann das Problem vielmehr im Gegenteil sogar verstärken, da die betroffene Frau den Eingriff als Wiederholung ihrer traumatischen Erfahrung erlebt.

Unter Vaginismus leiden auch oft Mädchen und Frauen, die aus gut behütetem Elternhaus kommen. Wer von der Mutter immer wieder gesagt bekommt, dass alles im Unterleib Schmerzen bereitet, sei es die Entjungferung, die Periode und natürlich generell jeder Geschlechtsverkehr, verinnerlicht eine solch verkrampfte Einstellung. Hier hilft eine Sexualberatung, bei der die betroffene Frau einmal genau beschreibt, was eigentlich Schmerzen bereitet. Sie soll also nicht nur die Schmerzen beschreiben, sondern auch die mit der Sexualität einhergehenden Gedanken. Auf diese Weise soll sie ein im Wortsinn unverkrampfteres Verhältnis zu ihrer Sexualität gewinnen.


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